Mittwoch, 21. Januar 2009

EU-Salzstangerlverordnung

Bei der EU machen sie sich Gedanken, ob in einer traditionellen, österreichischen Spezialität zu viel Salz enthalten ist bzw. ob man doch irgendwelche Obergrenzen festsetzen soll ... 1. Mein Salzstangerl lass ich mir nicht wegnehmen! (sowie Tausende andere Österreicher auch) 2. Haben denn die Bonzen wirklich nichts anders zu tun??? Die führen die EU ad absurdum, die können tatsächlich die Aufnahme in den "Comedy Club" beantragen ...

Denn mittlerweilen brennt der Hut! Brüssel kann gar keine Zeit haben, sich über das Salz österreichischer Salzstangerln den Kopf zu zerbrechen!

Die südeuropäischen EU-Staaten (Griechenland, Italien, Spanien & Portugal) stehen kurz vor dem Bankrott, sie gefährden auch die gemeinsame Währung, den Euro. Grossbritannien hat im Grund schon vorige Woche die Erklärung abgegeben, dass sie bankrott sind. Irland kollabiert gerade. Dänemark und Belgien schauen nach dem 2. Bankenrettungspaket ebenfalls nicht mehr gut aus. Und bei Österreich sind die nächsten Tage und Wochen entscheidend, doch was an Botschaften aus dem Osten durchkommt, kann die Lage sehr schnell katastrophal werden. Geschätzt wird das Kreditvolumen der österreichischen Banken in Osteuropa und Russland auf rund 1.300 Milliarden Euro. Die Schweizer schwitzen ebenfalls vor den Verbindlichkeiten ihrer Banken, vor allem jene der UBS und Credit Suisse.

Die europäische Autoindustrie steht nur eine Spur besser da, als die amerikanische. Kurzarbeit, verlängerte Werksferien und Entlassungen stehen auf der Tagesordnung. Die Zulieferindustrie steht kurz vor dem Kollaps, einige haben schon Insolvenz angemeldet bzw. Werke geschlossen. Lachen musste ich, da zwei der gefährdesten Automarken zur Zeit fusionieren: Fiat und Chrysler ... schwarzes italienisch-amerikanisches Milliardenloch!

In den nächsten Wochen wird eine Konkurswelle über Europa hereinbrechen, verbunden mit enormen Massenentlassungen, die einem Tsunami gleichen wird. Wirtschaftsprognosen werden dann keine mehr abgegeben, weil es sinnlos sein wird, diese kurzfristig immer wieder zu revidieren. Fast alle Branchen werden betroffen sein.

Der Immobilienmarkt ist weitgehend zusammengebrochen. Wohnungen und Büros gibt es zuhauf, Käufer oder Mieter fehlen. Die Preise, vor allem in exklusiven Vierteln, befinden sich im freien Fall.

Hinter vorgehaltener Hand munkelt man von einigen Banken, die demnächst Verluste in unglaublichen Dimensionen im Derivatebereich mitteilen müssen. Eine amerikanischen Bank (Goldmann Sachs) wird wie Lehman Brothers auch in Europa gewaltige Auswirkungen zeigen. Gerüchteweise soll auch die Deutsche Bank in Schieflage kommen. Es wird eine Zerreissprobe für den Euro und für den US-Dollar.

Nach Griechenland beginnen nun auch in Island die Krawalle. Wie lange dauert es, bis ein Flächenbrand entsteht? Vor allem weil die Politiker in allen europäischen Staaten dem Volk nicht reinen Wein einschenken, sondern die Lage beschönigen. Es scheint nur mehr um den Machterhalt zu gehen.

Pensionsfonds und Versicherungen haben sich bisher (noch) relativ gut gehalten. Ich denke, das wird sich bald ändern. Denn wenn es bei Goldmann Sachs tatsächlich zu einem Super-GAU kommt, geht hier ebenfalls sehr viel Geld verloren und es kann zu einem Desaster ungeahnter Dimensionen ausarten.

Im Grunde heisst das, dass bisher ALLE Anstrengungen die "Krise" einzudämmen oder zu entschleunigen versagt haben. Im Gegenteil, im Jänner wurde der Nachbrenner gezündet, die Beschleunigung passiert jetzt progressiv. Hörten bisher die meisten von uns von der "Krise" nur durch die Medien, werden wir in Kürze ALLE die volle Härte verspüren, keiner ausgenommen! Dann wird das grosse Wehklagen beginnen ... hast du vorgesorgt?

Zu all dem kommt noch eine beunruhigende Nachricht, die eigentlich von Mitte November stammt. Damals hatte der ehemalige US-Verteidigungsminister Collin Powell wortwörtlich bei einer Presseveranstaltung gesagt: "Es wird eine Krise geben die am 21., 22. Januar daherkommen wird über die wir im Moment nicht einmal Bescheid wissen." Einen oder zwei Tage nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten. Leider, einen näheren Hinweis gibt es nicht, aber es ist anzunehmen, der Mann weiss, wovon er spricht. Immerhin, heute, am 21. Jänner ist nichts aussergewöhnliches passiert ... also morgen? Wir werden ja sehen!

Colin Powell: ... es wird eine Krise geben die am 21., 22. Januar daherkommen wird (wallstreet-online.de)
Colin Powell warnt vor kommender Krise (infowars.wordpress.com)
Was wird Obamas "internationale Krise" sein? (infowars.wordpress.com)

Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)

PS:
bitte lesen, Michael Winklers Pranger - Schulden (michaelwinkler.de)
ebenfalls sehr aufschlussreich und interessant: Kurzbeschreibung der aktuellen Finanzkrise von Alexander Czerny (egon-w-kreutzer.de)


Meldungen (... es werden immer mehr!):

Obama betritt die Bühne der Weltpolitik (kurier.at)
Obama: Der Messias und die Banken (mmnews.de)
Brzezinski: Der Mann, von dem sich Barack Obama nicht beraten lässt (hintergrund.de)
US-amerikanisches Konjunkturprogramm: Die Jobmaschine Krieg (hintergrund.de)
Obamas grösstes Dilemma (derstandard.at)
Obama nur ein Traum? (mmnews.de)

Womit ist man 2008 besser gefahren - Gold oder DAX? (hartgeld.com)
Ärger über "Salzstangerl-Norm" der EU (orf.at)
Sell sterling, take cash out of Britain (timesonline.co.uk)
Sorge um Kreditwürdigkeit Grossbritanniens (ftd.de)
Nächster Brandherd Osteuropa (ftd.de)
Erste-Bank Aktie im freien Fall (diepresse.com)
Der Ukraine droht nun der Staatsbankrott (welt.de)
Finanzkrise: Pfusch wird zunehmen (kurier.at)

Hyperinflation First, Then Global War (benbittrolff.blogspot.com)



GEAB N°31 ist angekommen! Die Dekantierungsphase der umfassenden Krise: die weltweite Konkurswelle! (leap2020.eu)

Bonds & Rates - für hartgesottene Puristen, die derzeitigen Zinsen für Bonds (Staatsanleihen) ... hier sieht man die Katastrophe kommen, auch für Österreich! (ft.com)

Dollar-Crash wahrscheinlich! Ex-FED-Chef Volcker warnt vor Dollar-Crash und Renten-Crash. Investoren aus Übersee und ausländische Zentralbanken könnten Dollarreserven umschichten. (mmnews.de)

Goldman Sachs: Billion Derivate Grab? Gerüchte aus New York verlauten, dass es bei Goldman Sachs demnächst zum Urknall kommt. (mmnews.de)

Crash: DAX 1000, DOW 3000? Kurseinbruch an der Wall Street. Verstaatlichungsgerüchte bei Citibank. Börsen durch Bankendesaster bedroht. USA vor Finanzkollaps und Crash? (mmnews.de)

Krieg, Kriegsrecht und das Finanzrettungspaket. Eine Prognose künftiger US-amerikanischer Politik - Es wird zunehmend klarer, dass die Finanzrettungsmaßnahmen zum Jahresende 2008 mindestens genauso gravierende Konsequenzen für eine offene Gesellschaft haben könnten wie die Reaktion auf den 11. September 2001. Viele der Abgeordneten des Kongresses fühlten sich zu einer Abstimmung genötigt, die ihren Neigungen widersprach. Dazu kam, dass auf den ordnungsgemäßen Ablauf für die Prüfung eines Gesetzesvorschlags verzichtet. (hintergrund.de)

System Bankrott - Roubini: Die Probleme von Citigroup und Bank of America zeigen, dass das System bankrott sei - und in Europa sei es dasselbe. US-Kreditverluste bis zu 3,6 Billionen Dollar. (mmnews.de)

Die Zeitbombe - Wirtschaftlich schwächere Länder müssen sich für ihre Konjunkturpakete höher verschulden und dafür auch noch höhere Zinsen bezahlen. (derstandard.at)

Finanzkrise: „Dr. Untergang“ verkündet Bankrott. Nouriel Roubini, Professor an der New York University, sah die Krise voraus – und nennt nun das US-Bankensystem „insolvent“. (diepresse.com)

Auf Österreich kommt ein Kraftakt zu. Am Freitag besprechen in Wien Finanzinstitutionen die Krise in Osteuropa. 2009 wird grimmig – auch für Österreich. (kurier.at)

Gestrandet auf dem Rastplatz. Er schaut Talkshows auf seinem mobilen Minifernseher. Etwas anderes hat Lkw-Fahrer Patsidis Charalampos (63) derzeit nicht zu tun. Seit einer Woche steht der Grieche mit seinem weiß-grünen Laster auf dem Autohof Georgswerder und wartet auf neue Aufträge. "Es gibt nichts zu tun", sagt er. Einige Kollegen warten schon seit Wochen auf Fracht. Die lahmgelegten Brummis sind Ergebnis der Finanzkrise. (mopo.de)

Banken brauchen weitere Milliarden an Staatshilfen. Nach Großbritannien stellt auch Belgien ein zweites Bankenpaket bereit. Die Citigroup soll komplett verstaatlicht werden. (derstandard.at)

Traumpaar: FIAT & Chrysler - Chrysler sucht sein Heil in einem Einstieg bei Fiat. Die Italiener erhalten vom Chrysler-Mehrheitseigentümer, dem Finanzinvestor Cerberus, 35 Prozent an dem US-Konkurrenten praktisch geschenkt. (mmnews.de)





Heute wieder statt dem obligatem "Tipp zum Bunkern" ein "Tipp zum Hören". Vor einigen Tagen schon hatte ich Friedrich Gamerith aus dem Burgenland samt seiner neuen CD "Gummibären lügen nicht" an dieser Stelle vorgestellt, eine wunderbar sarkastische und zynische Betrachtung der Finanzkrise. Mehr über den Künstler und seinem neuen Silberling auf gamerith.net und geniessen sie heute das Video "Autoverschrottungsaktion"



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