Freitag, 9. Januar 2009

Die Krise beschleunigt sich ...

Neue Meldungen lassen erahnen, dass die Krise sich jetzt beschleunigt. Möglicherweise sogar bald schon in den von mir prognostizierten Crash übergeht.

Die Deutschen hatten erstmals bei einer Auktion von Bundesanleihen nicht genug Käufer. Das deutet auf einen enormen Vertrauensverlust hin, den Bundesanleihen haben bisher immer als sichere, risikoarme Papiere gegolten. Und Deutschland ist immer noch der Motor Europas. Doch auch dort bricht neben der Automobilbranche auch die Industrie und damit der Export dramatisch ein. Noch dazu benötigte die Commerzbank abermals einige Milliarden und es gehen Gerüchte um, dass auch die Deutsche Bank, die bisher noch keine Milliardenhilfe in Anspruch nahm, bald in Schieflage geraten wird.

Auch wird erwartet, dass der Rentenmarkt kollabiert. Das allerdings könnte eine unvorstellbar grosse Katastrophe werden. In den USA werden schon seit Monaten Renten aus diversen Fonds drastisch gekürzt. Man weiss um die Spekulationen am Finanzmarkt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, aber ich rechne relativ bald damit, dass die ersten Fonds kollabieren. Es sind natürlich auch staatliche Pensionsfonds, und damit auch staatliche Pensionen, davon betroffen. Ich betone nochmals: VORSORGEN, KRISENLAGER ANLEGEN! ... es ist wirklich nicht mehr viel Zeit, die Lage ist sehr ernst!

Obama hat in seiner Rede die Amerikaner darauf vorbereitet, dass die Krise länger dauert, jeden betreffen wird und es gewaltige Anstrengungen bedarf, diese zu bekämpfen. Ganz andere Töne als bisher schlug der designierte US-Präsident an, der ein heruntergewirtschaftetes Land von jenem Vorgänger übernehmen wird, der als der schlechteste US-Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird. Doch die Rechnung, mit weiteren 750 Milliarden Dollar 3 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, kann nicht aufgehen. Lesen sie den unten verlinkten Artikel "Obamas Milliarden und ein bisschen Mathematik". Trotzdem musste ich laut auflachen, als ich las, dass jetzt auch die Pornoindustrie staatliche Hilfe bekommen möchte - aus nationalem Interesse. *ggg*

Mit SSangYong hat jetzt der erste Automobilbauer Gläubigerschutz beantragt, dh. Konkurs angemeldet. Die koreanische Automarke wird allerdings nicht die letzte sein! So versucht General Motors nun die historische Autosammlung zu versteigern - sie verscherbelt das Familiensilber. Aber wir werden sehen, welche Autofirma in den nächsten Wochen die Produktion wieder aufnimmt, nach den zwangsverlängerten Weihnachtsferien. Angeblich sind Chrysler und Fiat gute Kanditaten, dass die Werke bis auf weiteres geschlossen bleiben ...

Und die Nachrichten, die uns aus China erreichen, sind ebenfalls schockierend. Millionen sind ohne Arbeit, die Produktion ebenfalls dramatisch eingebrochen, der Immobiliensektor im freien Fall ... Die Regierung muss jetzt alles unternehmen, damit es nicht zu Aufständen und Revolten kommt! Es betrifft (wie immer) die unterste Schicht, und die ist am gefährlichsten und am grössten!

... es bleibt spannend die nächsten Wochen, das ist sicher! Und ich nehme an, dass mit der Übergabe des Präsidentenamtes ein weiterer Schub kommen wird! Bleibt informiert!


Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)


Meldungen:

Rekordverluste bei den Hedge-Fonds (zeitenwende.ch)
Bank of England senkt Leitzins auf Rekordtief (tagesanzeiger.ch)
Taiwans Exporte brechen im Dezember um 42% ein (bueso.de)
Grossaktionär flüchtet aus Air Berlin (ftd.de)
Obama warnt vor dramatischen Krisenjahren (spiegel.de)
Pornoindustrie will auch gerettet werden (ftd.de)
Motorschaden bei SsangYong (kurier.at)
Deutschland ohne Aufträge (mmnews.de)
Öl Preissturz (mmnews.de)
Gerüchte um Deutsche Bank (mmnews.de)

Das Katerbier hilft hier nicht (zeitenwende.ch)


George W. Bush hinterlässt ein heruntergewirtschaftetes Land. Fast vier Millionen Jobs vernichtet. Die Einkommen gehen zurück. Ein Drittel der Strassen ist baufällig: Die Ära Bush endet in einem Fiasko. (bernerzeitung.ch)

Best of Bush - Die eigenwillige Sprache des George W. - eine kleine Sammlung verbaler Stolperer und Versprecher des scheidenden US-Präsidenten. (kurier.at)

Obamas Milliarden und ein bisschen Mathematik "Wir müssen der Wirtschaft mit Hilfe meines Rettungsplans Starthilfe geben und drei Millionen neue Arbeitsplätze schaffen." Obama plant ein Konjunkturpaket in Höhe von rund 775 Milliarden Dollar. Dieses ist in der Defizitschätzung von 1,2 Billionen Dollar ebenso wie die gesamten Kosten des Rettungsplans für die Wall Street nicht berücksichtigt. (zeitenwende.ch)

Wal-Mart schürt die Angst. Wal-Mart gilt wegen seiner Billig-Angebote als recht immun gegen die Rezession. Doch jetzt schockt die Supermarktkette mit einer Gewinnwarnung: Ist die Wirtschaftsflaute viel schlimmer als gedacht? (ard.de)

Der Russe lügt! Man kennt es bereits aus dem Georgien-Krieg. Wenn es zwei unterschiedliche Versionen von einem Ereignis gibt und eine davon aus Russland stammt, wird in einigen Pressehäusern die russische Version als falsch, die gegenteilige Version als korrekt dargestellt. Warum sollte dies im Gasstreit anders sein? (spiegelfechter.com)

Kiew spielt keine ruhmreiche Rolle. Der Gasstreit bedroht auch viele europäische Länder. Russland und die Ukraine verfolgten klare Ziele, sagt ARD-Korrespondent Stephan Stuchlik tagesschau.de. Russland wolle Stärke demonstrieren - und die Ukraine wolle sich gegenüber der EU als russisches Opfer präsentieren. (tagesschau.de)

Experten fürchten Mega-Crash am Rentenmarkt. Der Hunger nach frischem Geld ist in Zeiten der Finanzkrise historisch groß. Staaten müssen rund um den Globus billionenschwere Anleihepakete unterbringen – Doch Anleger sollten aufpassen – es drohen zweistellige Kursverluste. Es gibt allerdings auch echte Alternativen. (welt.de)


Tipp zum Bunkern:
Essig - verschiedene Sorten (Tafelessig, Hesperidenessig, Apfelessig, ...) wird sowohl zum Genuss (zB. Salate) als auch als praktische Haushaltshilfe (Entkalken, Putzen, ...) benötigt. Sollte ebenfalls unbedingt eingelagert werden! Übrigens, Essig kann ganz einfach auch selbst gemacht werden! (Erhältlich in Supermärkten und im Lebensmittelfachhandel)



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