Montag, 5. Januar 2009

Dekadenz, das Übel unserer Gesellschaft

Ein äusserst verlässlicher Indikator für die historischen Zusammenbrücher grosser und mächtiger Reiche war immer die "Skala der Dekadenz". Je dekadenter die Mächtigen und somit auch ein Teil des Volkes wurde, umso näher waren sie am Zusammenbruch, am Abgrund. Und wir können von uns in der Jetztzeit behaupten: "Wir sind das wohl dekadenteste Volk aller Zeiten!" Nicht nur wir Österreicher, Deutsche, Europäer, Amerikaner ... wir, die globale Menschengemeinschaft ... egal ob weiss, schwarz, rot oder gelb. Wir alle sind dekantent! Wobei das Wort Dekadenz nur eine Worthülse ist, die oft gebraucht wird aber keine Klarheit besitzt. Trotzdem weiss man, was gemeint ist, wenn man von Dekadenz spricht. In jedem Fall hat Dekadenz mit Übermass, Gier und Verschwendung zu tun ... und genau diese Begriffe definieren unsere heutige Gesellschaft!

Waren nur zuerst die Reichen und Mächtigen gierig, ihr schon bestehendes Vermögen möglichst schnell und exorbitant zu vermehren, wurde dieses dekandente Verhalten auch allen anderen Schichten zuteil. Jeder wollte binnen kürzester Zeit reich werden und ein Luxusleben führen ... den Ausgang kennen wir ja, der klarerweise so kommen musste, da Reichtum und Luxus auf Kredit nicht gut gehen kann. Denn eine Frage wurde bisher noch kaum gestellt (... auch nicht ausreichend beantwortet!): "Wer zahlt die gesamte Zeche?" Der unerschütterliche Glaube an grenzenlosen Kapitalismus und monetären Fortschritt führte uns in ein Desaster, dessen Ausmasse jetzt langsam sichtbar werden!

Glaub bitte ja nicht jenen Experten, die uns in diese Situation gebracht haben, wenn sie über den Ausgang der Krise reden. Wobei, die Phrase: "Nach jedem Tief gibt es wieder ein Hoch" stimmt. Nur die Gesellschaft, wie wir sie kennen, erlebt dieses Hoch nicht mehr. Und, es geht noch weiter runter, noch viel weiter. Die Talsohle ist weder zu sehen, noch zu erahnen. Es muss noch einiges zusammenbrechen und vernichtet werden, bis die Menschheit erwacht, die Experten und Spezialisten, denen sie vertraut hat, auf die sie gehört hat, davon jagt und sich eine neue Gesellschaft, mit neuen Werten bildet. Wenn jetzt irgendwelche Ökonomen und Banker Licht im Tunnel sehen und einen möglichen Aufschwung prognostizieren, dann weisst du, sie gehören einem sterbenden System an, deren Suizid sie selbst verursacht haben. Von Aufschwung, selbst von Stabilisierung kann jetzt keine Rede sein! Auch nicht in Hinblick auf 2010. Zuerst müssen wir wissen, wie die Krise weitergeht.

Und dabei wird eines immer mehr zur Gewissheit. Der US-Dollar kollabiert! Je nachdem, wie die Barack-Regierung den Dollar-Crash und die damit verbundene Währungsreform handhabt, werden wir die Auswirkungen spüren. Derzeit wird jedenfalls die in Umlauf befindliche Dollarmenge derart erhöht, dass der Wert der amerikanischen Währung schon im Sturzflug sein müsste. Die Stahlindustrie braucht Milliarden, die Bundesstaaten brauchen eine Billion, die Autoindustrie braucht Milliarden, die Banken brauchen Milliarden ... und die FED kommt mit dem Drucken nicht nach ...

Und doch gibt es einiges an Kräfte, die den US-Dollar noch halten. Denn viele Staaten haben Dollar-Reserven und produzieren Waren, die in die USA exportiert werden. Kollabiert der Dollar, dann verlieren diese Staaten sehr viel an Vermögen. Kaufen die Amerikaner nichts mehr, dann braucht auch nichts mehr in die Vereinigten Staaten exportiert werden. So gesehen hängt sehr viel am US-Dollar, offensichtlich die gesamte Welt! Und crasht diese auch, wenn es den US-Dollar zerreisst? Vermutlich ja!

Wer zahlt also die Zeche? Niemand mehr! Unsere Gesellschaft hat auf Kredit gelebt, dekadent gelebt und wird als Zechpreller in die Geschichte eingehen ...

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Wissen: Dekadenz (de.wikipedia.org)



[Quelle: deesillustration.com]


Meldungen:

Wer zahlt die Zeche? (mmnews.de)
US-Bundesstaaten geht das Geld aus (derstandard.at)
Gouverneure fordern von Obama 1 Billion Dollar (spiegel.de)
FED kauft für 500 Milliarden faule Papiere (faz.net)
Nowotny warnt vor Katastrophenstimmung (derstandard.at)
Banker wollen Giftmüll auslagern (handelsblatt.com)
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Greater Depression -
Die ganze Welt befindet sich in Rezession. 2009 wird daraus eine Depression werden, schlimmer als in den 1930er Jahren. Die Epoche hat schon einen Namen: „Greater Depression“ (mmnews.de)

Der Weltwirtschaft steht das Schlimmste noch bevor.
Weltweit kämpfen Staaten gegen die Wirtschaftskrise. Die bangen Blicke von Managern, Politikern und Ökonomen richten sich jetzt auf 2009, in der Hoffnung, dass das kommende Jahr wieder besser wird. Dafür gibt es allerdings kaum Anzeichen - im Gegenteil. (spiegel.de)

Kommt es jetzt zur Hyperinflation?
Auf immer neuen Kanälen pumpen die Währungshüter Geld in die Wirtschaft, um sie am Laufen zu halten. Doch auch das birgt erhebliche Gefahren. (bernerzeitung.ch)

Schweizer Nationalbank schickt 10 Milliarden Franken nach Polen. Hypotheken in Franken sind in Osteuropa populär. Doch jetzt können viele polnische Banken ihre Frankenschulden nicht mehr bezahlen – und die Schweizer Nationalbank hilft aus. (bernerzeitung.ch)

BASF-Chef über die Wirtschaftskrise: „Es wird Schweiß und Tränen geben“. Jürgen Hambrecht warnt vor einem herben wirtschaftlichen Einbruch in Deutschland. „Wir sind in einer tiefen Rezession. In einer Rezession, wie sie wenige vorher je erlebt haben, wie wir sie uns in ihrem Ausmaß bisher kaum vorstellen konnten“. (faz.net)

Brown legt nach. Noch ist kein Effekt der Milliardenhilfen für den britischen Bankensektor zu spüren. Die Regierung von Gordon Brown will deshalb nachlegen: weitere Finanzspritzen, Staatsbürgschaften und der Aufkauf fauler Kredite. Zudem sollen 100.000 Jobs geschaffen werden. (spiegel.de)

Die Profiteure - Von wegen Krise – Insolvenzverwalter, Inkassounternehmer und Pfandleiher machen in turbulenten Zeiten gute Geschäfte. Crash, Absatzflaute, Pleite – nicht jeden trifft die Wirtschaftskrise gleichermaßen. (tagesspiegel.de)

Gefährliche Zahlen - In extremen Zeiten sind Konjunkturprognosen keine Hilfe. Sie können nicht mehr sein als reine Spekulation - und werden so zum Beschleuniger der Krise - von Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann. (diw.de)

Rates may sink to lowest since 1694 - The Bank of England is this week poised to cut interest rates to the lowest level in its 300-year history, in the latest sign of the severity of the economic crisis. (telegraph.co.uk)

Furioser Jahresauftakt lässt hoffen! Weltbörsen mit Kursfeuerwerk. Erste Handelswoche an der Wall Street entscheidend. Kursexplosion in Moskau. Gazprom dreht der Ukraine Gashahn ab. Starker Ölpreisanstieg zum Jahresbeginn. Israel provoziert weltweit Terrorgefahren. Slowakei mit Euro. (mmnews.de)



Tipp zum Bunkern:
Batterien - für Taschenlampen, Radio etc. Nicht nur wiederaufladbare Batterien einbunkern, denn der (Auflade)Strom ist nicht immer 100%ig garantiert und Batterien benötigt man besonders dann, wenn der Strom nicht mehr aus der Steckdose kommt. Nur Qualitätsmarken kaufen, viele Billigbatterien entpuppen sich als "Krücken"! Besonderer Tipp: günstige Sony-Batterien in allen gängigen Grössen in allen Hofer Filialen. (Erhältlich in allen Supermärkten im Fachhandel)




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