Sonntag, 30. November 2008

Krisenvorsorge: der Lebensmittelbunker ...

Als erstes stellt sich wohl die Frage, für welche Art von Krise vorgesorgt werden muss, wie schwerwiegend sie werden wird und wie lange sie andauern wird, bis sich das Leben wieder halbwegs normalisiert.

Leider kann derzeit niemand diese Punkte halbwegs beantworten, da der Verlauf, die Schwere und die Dauer von vielen Faktoren abhängig ist. Aber gehen sie vorerst einmal von der schwersten Krise aller Zeiten aus – mit Hungersnot, Aufstand und möglicher Weise mit Krieg (auch in unsern Breiten). Sollte es tatsächlich nur bei einer etwas erschwerten Wirtschafts- & Fnanzkrise bleiben, haben wir nicht nur sehr viel Glück gehabt, diese wird auch relativ kurz andauern – gehen wir von ein bis zwei jahren aus.

Doch wie wir uns vorstellen können, wie Menschen reagieren bzw. agieren, wenn man ihnen alles, wirklich alles genommen hat (... und davon gehe ich aus!), die Ersparnisse, die Pension, den Arbeitsplatz, etc., dann wissen wir, was uns mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten wird: Geldentwertung, Zwangsenteignungen, Arbeitslosigkeit, Versorgungsprobleme, Aufstände, Revolten und Plünderungen. Ob es dann, quasi als „das Schlagobers“ dazu, auch Krieg geben wird, kann sein, muss aber nicht sein. Ausschliessen kann man zur Zeit nichts ...

Grundsätzlich sollte man versuchen für mindestens drei Monate, besser für ein halbes Jahr, autark zu sein. Das heisst, sich ohne „aussen“ selbst versorgen zu können. Natürlich hat jeder enorme Vorteile, der einen Bauernhof oder ein Haus mit Garten hat. Das notwendige Gemüse kann angebaut werden, Kleinvieh wie Hühner oder Hasen gezüchtet werden. Damit hat man sich einen enormen Vorteil verschafft. Sollten diese Gegebenheiten nicht zutreffen, wäre ein feuchter, dunkler Erdkeller von Vorteil, in dem Erdäpfel, Zwiebel, Sauerkraut, Kohl, etc. gelagert werden können, ebenso lagerfähiges Obst, wie Äpfel.

Hat jemand, so wie ich auch, nur eine Wohnung zum Bunkern zur Verfügung, sollten die folgenden Lebensmittel- und Genussmittel möglichst kühl und dunkel eingelagert werden. Als Berechnung kann man als reduzierte eineinhalb Tagesmahlzeiten (mittags und abends) rund 1800 – 2500 Kalorien einkalkulieren ... plus Getränke. 1800 Kalorien sind die untere Grenze eines erwachsenen Menschen und könnten über einen längeren Zeitraum genügen, kurzzeitig kann dieser Wert auch unterschritten werden.

Einlagern werden wir natürlich nur lange langerfähige Lebensmittel in Form von Grundnahrungsmittel (zum Verarbeiten), Tockennahrungsmittel (Nudeln, etc), Fertignahrungsmittel (Suppen, Saucen, etc.) und Konserven (Fleisch- und Fischkonserven, etc.). Ich nehme meinen Lebensmittelbunker als Muster:

  • Nudeln in jeder Form, am besten ohne Ei
  • Haferflocken, Mehl, Polenta, Reis, Zucker, Honig
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen, Linsen
  • Trockensoja, Miso
  • Knäckebrot und fertige Brotbackmischungen
  • Öl, Essig
  • Fertigsugo, Instantsaucenwürfel, Paradeispürree, Paradeismark
  • Fisch-, Fleisch- & Wurstkonserven
  • Konserven mit Fertigsuppen & -gerichten
  • abgepacktes Sauerkraut
  • Trockensuppen, Suppenwürfel, Suppengrün, Suppennudeln
  • Gewürze, Trockenzwiebel
  • Kekse, Schokolade, Traubenzucker
  • Trockenfrüchte, Müsliriegel
  • Kaffee, Löskaffee, Tee, grüner Tee, Zucker, Kaffeeweisser, Milchpulver, Kakao
  • Saftsirupe, haltbare Fruchtsäfte, Schnaps, Wein & Bier, Mineral
  • Toiletteartikel, von Zahnpaste, Klopapier, Seife über Waschmittel, Hirschhornseife bis hin zu Tampons, Binden, etc.
  • Kerzen, Teelichter, Ersatzglühlampen, Batterien, funktionierende Taschenlampen können sehr hilfreich sein!


Gehen sie davon aus, dass in Krisenzeiten nicht immer Strom zur Verfügung stehen wird, also lagern sie Lebensmittel, die auch roh verzehrbar sind! Brot mit Fleischkonserve, etc.


Erzählen sie niemanden davon, denn sonst stehen all jene da, die nicht vorgesorgt haben!

Wechseln sie ihre Ersparnisse in Gold- und Silbermünzen um, möglichst viel in kleine Werte (zehntel Unze, achtel Unze, viertel Unze) – Gold und Silber wird Zahlungsmittel!

Schauen sie, dass sie immer einen ausreichenden €urobetrag im Haus haben, denn die Karten (Bankomat-, Kreditkarten) versagen als erste, gleichzeitig kann man auch physisch kein Geld mehr abheben.

Versorgen sie sich mit den notwendigen Medikamenten – eine erste Hilfe Grundausrüstung sollte in jedem Fall vorhanden sein!

Werkzeug, inklusive Klebeband und Plastikplanen sollte auch vorhanden sein!

Lassen sie sich möglichst ihre Zähne noch machen (sollte dies notwendig sein!)

und wenn es soweit ist, bleiben sie möglichst im Haus!


Links im Internet:

wer braucht was an Nährstoffen: http://www.novamex.de/intro/intro5.html

Vorsorgeplan von Michael Winkler: http://www.michaelwinkler.de/Vorsorgeplan.pdf



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





Meldungen:

Die Evolution mag keine Globalisierung (mmnews.de)
Island will €uro (mmnews.de)
Japan reloaded (zeitenwende.ch)
Der Untergang der Weltmacht USA (hintergrund.de)
Finanzkrise bedroht die Mutter aller Heuschrecken (welt.de)
Zweitgrösste Immobilienpleite Spaniens (nzz.ch)
Russlands Wirtschaftstraum ist geplatzt (welt.de)


Londons feine Lagen in Not. Der feine Londoner Stadtteil Mayfair steht für Zurückhaltung und dezenten Reichtum. Mittlerweile wütet aber auch dort die Immobilienkrise. Experten sind sich einig, dass die exorbitanten Mietpreise im edlen Westend der britischen Hauptstadt durch die Finanzkrise wieder auf ein realistisches Maß zurückgestutzt werden. (handelsblatt.com)

Goldfabrik läuft auf Hochtouren. Wegen der Finanzmarktkrise setzen viele Anleger auf Goldbarren. Das hat Folgen für die Schweizer Goldraffinerien. Bei der Tessiner Argor-Heraeus werden Überstunden geleistet, um die Nachfrage nach den Barren stillen zu können. (tagblatt.ch)

Der Staat als Zuhälter. Berlusconi erhebt Pornosteuer: Steuer auf "nicht simulierte" Sexszenen. Auch Theater und Literatur von Steuer betroffen. Die italienische Regierung von Premier Silvio Berlusconi hat am Freitag ein Anti-Krisen-Paket zur Unterstützung von Familien und Unternehmen verabschiedet. Im Artikel 31 des Pakets findet sich allerdings eine Maßnahme, die thematisch so gar nicht hineinpassen will: eine Pornosteuer in Höhe von 25 Prozent. Der Umsatz der einschlägigen Industrie in Italien wird auf eine Milliarde Euro geschätzt - macht also 250 Millionen Euro zusätzlich für den Finanzminister, wie das ORF-Büro in Rom berichtet. (orf.at) *lol*

Tipp zum Bunkern:
Suppen- & Bratensaftwürfel - entweder warme Suppe mit Nudeln oder Nudeln mit Saft. Wer kann dem, auch ausserhalb von Krisenzeiten wiederstehen? Wussten Sie, dass Kinder in Restaurants am liebsten Nudeln mit Saft bestellen? Sollte zu Nudeln eingelagert werden - zumindest kann man sich den Braten dazu vorstellen ...
(erhältlich im Lebensmittelfachhandel)


Samstag, 29. November 2008

Ist es unmöglich, dass es zum Crash kommt?

Wie kann man sich auf etwas vorbeiten, wenn niemand sagen kann, was kommt und was geschehen wird? (das ist eine der mir meistgestellten Fragen) Vorbereiten heisst, gewisse Situationen einzukalkulieren, wenn die Wahrscheinlichkiet relativ hoch ist, dass diese eintreten. Dabei muss man mit gewissen Entwicklungen rechnen:

Der 8,5 Billionen Bailout hat nicht die erhoffte Entspannung am Amerikanischen Markt gebracht. Jedem ist plötzlich seine Situation wichtiger als alles andere - auch Bankern. Sie versuchen ihre Positionen abzusichern. Der Kreditmarkt ist weiterhin enorm restriktiv und fast gar nicht vorhanden. Insider sprechen davon, dass durch die Gelddusche die Abwärtsspirale beschleunigt wird. Der Zusammenbruch kommt demnach rascher und wird auch brutaler ausfallen. Es sind auch bei uns weitere Bankenzusammenbrüche möglich, vor allem, wenn Osteuropa in ernsthafte Schwierigkeiten kommt. Dann ist ein Bankenrun möglich. Das heisst, alle Kunden heben alle verfügbaren Gelder ab. Wenn dies der Fall ist, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu Hamsterkäufen in den Supermärkten kommen ... und sie können nicht davon ausgehen, dass sie einer der ersten am Bankschalter oder an der Supermarktkassa sind!

Ja, ich meine damit den Zusammenbruch unseres Wirtschafts- und Bankensystem. Lassen sie sich nicht von Bankexperten einlullen, dass so etwas nicht möglich wäre. Im Laufe der Krise waren die Tipps und Voraussagungen der Banker fast ausschliesslich falsch. Selbst der Chef der Deutschen Bank hat einige Male in den letzten Monaten erklärt, der Tiefpunkt sei erreicht, bald würde es wieder aufwärts gehen ... jedes Mal ging es noch ein weiteres Stück bergab, mit einer Geschwindigkeit und Intensität, welche diese Experten vollkommen überrascht. Warum sollte es nicht doch zu einem kompletten Crash kommen? Derzeit spricht nicht viel dagegen!

Deshalb ist vorbereitet zu sein wichtig, besonders wenn man für eine Familie die Verantwortung trägt! Oder was würden sie sagen, wenn ihre Kinder plötzlich nichts mehr zu essen haben und hungern müssten? Ich denke, das wäre wohl nicht in ihrem Sinne!

Lesen Sie morgen wie man einen Lebensmittelbunker aufbaut!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)

Sonntäglicher Vortrag in der Grazer Tanzwirtschaft

Am Sonntag, den 30. November 2008, halte ich für Interessierte einen Vortrag in kleinem Rahmen (sozusagen einen "Krisenfrühschoppen"):

  • Warum kam es zur Finanz- & Wirtschaftskrise?
  • Was kommt jetzt?
  • Wie bereite ich mich & meine Familie vor?
  • Was bedeutet für uns das Jahr 2012?

Beginn:
11 Uhr
Dauer:
ca. 90 min
Eintritt: freiwillige Spenden
Ort: Tanzwirtschaft (Café) im Schweizerhaus am Hilmteich / Graz

JEDER IST EINGELADEN ZU KOMMEN, ZU ZUHÖREN & MITZUREDEN!



Meldungen:

AUA Desaster ist komplett - 500 Millionen fehlen (kurier.at)
Finanzkrise und die Folgen (mmnews.de)
Doch neue Währungen? (mmnews.de)
Anleger auf Goldsuche (spiegel.de)
Die Lakota Indianer gründen neue Bank nur für Gold und Silber (alles-schallundrauch.blogspot.com)


Inflation in Europa sinkt kräftig - während Konsumenten aufatmen, warnen Experten: Ein noch stärkerer Preisrückgang könnte die Wirtschaftskrise verschärfen. (kurier.at)

Die vorläufige Dimension des Debakels. 8.500.000.000.000 oder 8,5 Billionen US-Dollar (6,2 Bio. Euro): Das ist jene Summe, die von den US-Behörden bisher zum Kampf gegen die Finanzkrise bereitgestellt wurde. Auch wenn ein großer Teil davon Garantien und Kredite sind - im Ernstfall müssen die US-Steuerzahler dafür geradestehen. Ein Vergleich mit Großereignissen in der US-Geschichte macht das wahre Ausmaß des Debakels anschaulich: Alle Kriege des 20. und 21. Jahrhunderts zusammen - Zweiter Weltkrieg inklusive - kosteten die USA deutlich weniger als möglicherweise die Finanzkrise. (orf.at)

142.308 Jahre - 7.400 Milliarden US-Dollar, so hat der Informationsdienstleister Bloomberg in der vergangenen Woche berechnet, haben allein US-Regierung und Federal Reserve bis jetzt an Direkthilfen, Kreditgarantien und Liquiditätsinjektionen in den Finanzmarkt gepumpt. Milliarden? 2,40 Meter kann sich Otto-Normalverbraucher ja noch vorstellen. Aber 7.400 Mrd. Dollar? Um es griffiger zu machen: Wenn Sie Woche für Woche eine Million Dollar im Lotto gewönnen, hätten Sie diese Summe nach knapp 142308 Jahren zusammen, falls Sie nicht überraschend vorher sterben sollten. (zeitenwende.ch)


Hier lesen sie, welche Probleme die Deutschen wirklich haben!




Tipp zum Bunkern:
Müsliriegel - gibt Energie, ist ballaststoffreich, schmeckt süss und kann lange gelagert werde. Fast unverzichtbar für einen Lebensmittelbunker - in verschiedenen Sorten
(erhältlich im Lebensmittelfachhandel)


Wissen: Hungersnot (wikipedia.de)



Freitag, 28. November 2008

Warum ist fast niemand informiert?

Ich habe es schon einige Male betont, die Menschen wollen nichts wissen, sie wollen nicht darüber reden ... sie werden einfach überrascht werden und plötzlich vor den unangenehmen Tatsachen stehen. Warum wollen die Menschen nicht hören, dass in Kürze alles zusammenbricht? Weil sie in einer heilen Welt leben, wo ein Systemcrash nichts zu suchen hat. Dieser wäre kontraproduktiv. Ich bin kein Untergangsguru, ich bin auch kein Pessimist - aber ich habe mich seit Frühjahr 2007 mit dem auseinander gesetzt, was allgemein als "Finanzkrise" bekannt wurde, den ich allerdings als den "absoluten Crash" bezeichne. Es werden alle uns bekannten Strukturen und Systeme zusammenbrechen - Gnade uns Gott! - dann herrscht Chaos (nicht Anarchie, die kommt später und wird die Rettung sein!) und möglicherweise gibt es Krieg, irgendwo auf der Welt und/oder auch bei uns! Wer genauer hinsieht und die Lage halbwegs analysieren kann, kommt zu keinem anderen Ergebnis. Wir stehen vor einem Scherbenhaufen einiger Hundert Jahren sogenannter Zivilisation.

Zivilisation nannte man allerdings ein Weltbild, das wenige Gewinner, aber viel mehr Verlierer kannte. Wir, die zivilisierte Welt sahen zu, wie Menschen verhungerten - nebenbei beuteten wir sie noch aus (der ungerechte Rohstoffabbau und -handel in Afrika). Dabei fällt mir ein Spruch ein den, die Frau von Formel 1 Weltmeister Jackie Stewart in den 1970 sagte, als P. Courage in Zandvoort im Auto verbrannte: "Da sehen sie, wie einer von ihnen verbrennt und sie schauen weg und fahren, als gäbe es kein Morgen!" Wir haben auch weggesehen, ab und zu gespendet (das war einTropfen auf einen heissen Stein) und versucht, unseren eigenen Wohlstand aufzubauen ...

... und doch können wir uns vorbereiten, wenn wir wissen, was uns erwarten kann. Vielleicht wird der Aufprall dann nicht so stark. Ich frage mich, was all die Menschen dann tun werden, wenn plötzlich kein Geld mehr verfügbar ist, die Supermarktregale leer und die Tankstellen trocken. Werden sie aufbrechen, die Politiker zu lynchen, zu Plündern wo was zu holen ist, oder warten sie apatisch, bis jemand sagt: "Es ist vorbei!"

Ich kann nicht warten, Gott, ich kann nicht warten .... (... ich habe Familie!)

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




Meldungen:

Doch neue Währungen? (mmnews.de)
So schön kann Krise sein? (mmnews.de)

Gerichtsurteil - Kunden falsch beraten (derstandard.at
)
Volksbank braucht Staatsmilliarde (kurier.at)
Die Krise als Show-Stopper (kurier.at)


Anleihen signalisieren schwere Rezession. Ausnahmezustand am Bondmarkt: Zum ersten Mal seit fünf Jahrzehnten liegt die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere unter drei Prozent. Die Investoren erwarten demnach eine tiefe Rezession in den USA. Sogar eine Deflation nach japanischem Vorbild wird nicht ausgeschlossen. as Rennspiel "Motorstorm - Pacific Rift" sowie das Actionspektakel "Resistance 2". (ftd.de)

Weitere 171 potentielle US-Pleitebanken - Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), US-Einlagensicherung, veröffentlichte am 25.11. den Bericht zum 3. Quartal 2008. Die Gewinne der 8384 in der FDIC versicherten Finanzinstitute lagen nur noch bei 1,7 Mrd. Dollar. Ein Einbruch von -94% bzw. von 27 Mrd. Dollar im 3. Quartal 2007, und zugleich die zweitniedrigsten Gewinne seit 1990. 24% aller Finanzinstitute meldeten Verluste, der höchste Prozentsatz seit dem 4. Quartal 1990. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)



Tipp zum Bunkern:
Reis - ein Grundnahrungsmittel, mehr ist nicht zu sagen, einbunkern! In jeder Form, auch als Fertiggericht - am besten im 10kg Sack ...
(erhältlich in allen Supermärkten)


Wissen: Crash (Börsenkrach) (wikipedia.de)



Donnerstag, 27. November 2008

Wir sind auf einem Schiff ohne Steuermann im Sturm ...

Vorgestern hörte ich eine Radiosendung (Radio Graz), in der ein Wirtschaftspsychologe interviewt wurde. Er beschwerte sich darüber, dass die "Finanzkrise" in den Medien und von den Politikern herbeigeredet wird. Eine ziemlich gewagte Behauptung. Ich bin der Meinung, es wird zu wenig, viel zu wenig informiert. Die Menschen sind nicht vorbereitet. Irgendwann, in ein paar Tagen, ein paar Wochen oder Monaten kollabiert unser System. Das kann keine Regierung, auch wenn sie Milliarden Dollar oder Euro zur Rettung freigibt, aufhalten. Die Amerikaner haben die Chance gehabt, vor ungefähr einem Jahr - jetzt ist es zu spät, jetzt hat eine enorme Eigendynamik eingesetzt ... mit progressiv steigender Geschwindigkeit. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben und jeder, jeder Mensch dieser Erde wird davon betroffen sein ...

Allerdings kann niemand sagen, was als nächstes passiert, wie schnell was passiert. Das ist höchst unseriös, denn diese alles vereinnahmende Eigendynamik kann auch kein Staat mehr steuern, geschweige denn stoppen. Wir alle sind auf einem Schiff ohne Steuermann im Sturm. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sinkt. Doch wo, wann und wie steht in den Sternen. Laufen wir auf ein Riff auf, kollidieren wir mit einem andern Schiff oder versenkt uns eine grosse Welle. Wir sind der Willkür ausgesetzt ...

... und doch können wir uns vorbereiten, wenn wir wissen, was uns erwarten kann. Vielleicht wird der Aufprall dann nicht so stark. Ich frage mich, was all die Menschen dann tun werden, wenn plötzlich kein Geld mehr verfügbar ist, die Supermarktregale leer und die Tankstellen trocken. Werden sie aufbrechen, die Politiker zu lynchen, zu Plündern wo was zu holen ist, oder warten sie apatisch, bis jemand sagt: "Es ist vorbei!"

Wie gestern schon erwähnt, der amerikanische Börsenastrologe Merriman sagt für morgen Kursexplosionen an den Börsen
voraus.
(seine Prophezeiungen sind meist ziemlich genau!)

Des öfteren werde ich gefragt, warum ich so sicher bin, dass zum einen das, was wir bisher erlebt haben nur die Ouverture ist und noch sehr, sehr viel nachkommt und zum anderen immer wieder Artikel in den Medien stehen, die dezitiert einen Wiederaufschwung ab März 2009 prolongieren. Es war bisher nur die Ouverture, denn es wird zuviel versteckt und verheimlicht. Es muss noch einiges nachkommen, denn sonst wären Banker, Wirtschaftler und Politiker ein klein wenig ehrlicher (... oder sie sind allesamt überfordert!). Was wir alle wissen, wo sich noch schwarze Löcher auftun, sind: die Derivatblase in Billionenhöhe, die faulen Kreditlinien bei den Plastikgeldunternehmen (Credit Cards) und den immer weniger handelbaren Staatsanleihen. Dazu kommt, dass viele Länder enorme Goldreserven auf den Markt geworfen haben und möglicherweise jetzt der Rückhalt für die jeweilige Währung fehlt (... andere Staaten haben massiv ihren Goldstand aufgestockt - Vatikan, Russland, Iran - warum wohl?). Wenn jetzt der Blitz einschägt, geht es tatsächlich "blitzschnell". Weil schon viel zuviel Geld im Spiel ist. Jetzt geht es nicht mehr um Wochen oder Monate, sondern der "Mega-Domino-Day" kann täglich stattfinden. Die Arzneien (Gegenmittel) sind alle verbraucht, neue Rezepte gibt es nicht und eigentlich liegt der Patient bereits im Koma. Er wacht immer nur für Momente auf, ist aber total benommen. Der Kapitalismus in der uns bekannten Form ist tot und mit ihm ist der freie Markt ebenfalls von uns gegangen. Denn all diese Rettungsmassnahmen sind höchst manipulativ und zerstören ein bisheriges Axiom.

Zum zweiten Punkt, es kann derzeit keine Entwarnung gegeben werden (siehe obenstehende Gründe!). Wie irgendwelche studierte Fachpropheten hinausposaunen können, es gehe ab März, oder irgendwann im nächsten Jahr, wieder Bergauf und die "Finanzkrise" wäre überstanden, wundert mich. Es gibt nämlich absolut keine Anzeichen auf eine Trendwende, im Gegenteil. Zuerst Freunde, scheppert´s gewaltig - und wenn das System implodiert ist und am Boden liegt, erst dann kann was Neues entstehen, etwas Neues, das Notwendig ist, wie nichts anderes auf dieser Welt - ein neues, menschenwürdiges und menschengerechtes System, ohne dass ganze Kontinente mehr oder weniger vergessen werden (Afrika), ohne dass alles auf eine Handvoll Mächtiger aufgeteilt wird. Bis dahin wird der Mensch bluten, bluten wie nie zuvor! Das muss uns allen bewusst werden, denn ohne, gibt es kein neues System ...

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Dossier: Die fünf Brücken der Rezession (bernerzeitung.ch)
Britischer Einzelhandel im freien Fall (welt.de)
8,56 Billionen Dollar an Liquiditätsprogrammen und Kreditgarantien (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Autofriedhof für Jungverstorbene (handelsblatt.com)
Bombay, Bankok, Piraten (mmnews.de)

Niedergang der US-Autoindustrie - eine Stadt macht dicht (spiegel.de/fotostrecke)


Pentagon-Berater: „Wir sind nicht kriegsmüde“. Wegen der prekären Lage im Irak war Afghanistan lange Zeit nur Nebenkriegsschauplatz für die USA. Das soll sich unter dem künftigen US-Präsidenten Obama drastisch ändern. Auch Deutschland wird sich nicht drücken können, sagt Pentagon-Berater John Nagl. (focus.de)

Rettung des US-Finanzsystems. 700 Milliarden? Ha! Es sind 8500 Milliarden. Mit wie viel Geld haftet der amerikanische Staat tatsächlich für das US-Finanzsystem? Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat erstmals alle Fazilitäten, Garantien und Nothilfen addiert - und kommt zu einem unfassbaren Ergebnis. (ftd.de)

Industrie-Stimmung sinkt auf Allzeit-Tief - Bank Austria-Einkaufs­managerindex: Der starke Abwärtstrend setzt sich auch im November fort, Erzeuger leiden unter hartem Wettbewerb. (derstandard.at)

"Das ist aber erst der Anfang. Im Jahre 2009 werden wir titanische Erschütterungen und Veränderungen der globalen Weltordnung erleben, mit Ausmaßen, die es wahrscheinlich in den letzten 500 Jahren nicht gegeben hat. Deshalb reden wir vom Ende des »Amerikanischen Jahrhunderts« und seines Dollarsystems." (kopp-verlag.de). Dem ist zuzustimmen. Man muß sich darüber im Klaren sein, daß der Scherbenhaufen nicht virtuell, sondern real sein wird, d.h. es geht uns allen an den Kragen. Man muß weiterhin klar aussprechen, daß solange dieser Irrsinn gut ging, fast alle wie im Dritten Reich und in der DDR mitgemacht und keinerlei Fragen gestellt haben.

Krise, wirklich alles Krise? Schreiben wir die Krise schlimmer als sie ist? Gibt es denn gar keine guten Nachrichten? Welche Chancen birgt die Krise? " (mmnews.de)


Tipp zum Bunkern:
Nudeln - Nudeln in jeder Form - Spaghetti, Spirali, Bandnudeln, Hörnchen ... leicht zu zubereiten, mit Butter, mit Sauce, mit Sugo - ein äusserst varibles Lebensmittel, leicht und lange zu lagern, billig und ausserdem isst Nudeln fast jeder gerne ...
(erhältlich in allen Supermärkten)


Wissen: Detroit, früher Motown genannt (wikipedia.de)



Mittwoch, 26. November 2008

Rettung oder Untergang?

Besonders freudig haben die Börsen nicht auf den amerikanischen Geldregen reagiert. Ein wenig im Plus ist eben wirklich nur ein wenig. Allerdings ist gerade am Finanzsektor Vertrauen sehr wichtig, Vertrauen in den Staat, in das System, in die Bankenlandschaft, etc. Und das scheint sich trotz Billionenhilfe nicht wieder einzustellen.

Leider mehren sich auch die Berichte, wonach die USA tatsächlich eine Generalmobilmachung durchzieht. In den nächsten Wochen werden ALLE wehrfähigen Männer bis 55 zu Checks in die Army beordert und jene, die die Checks bestehen, wohl wieder in den Dienst gestellt werden. Das heisst, die Amerikaner haben eine (im sprichwörtlichen Sinne) heisse Zeit vor ihnen. Unruhen und Aufstände, die dann zu Erwarten sind, wenn der US-Dollar fallen gelassen wird, müssen niedergeschlagen werden. Nun wird aber auch ersichtlich, dass die USA von der demokratischen Freiheit, von der sie immer spricht, sehr, sehr weit entfernt ist. Die USA hat sich seit Jahren langsam an den Faschismus genähert und zieht die schlussendliche Wandlung jetzt in den nächsten Monaten durch. Die Menschen haben de facto keine Rechte mehr! Der Notstand nur mehr eine Frage der Zeit ...

Natürlich wurde ich gefragt, ob die Amerikaner, die jetzt unglaubliche Geldmengen in die Märkte werfen, diese nach der Rettung möglichst wieder einzeihen, denn sonst besteht akute Gefahr für den US-Dollar. Wie im oberen Absatz bereits erwähnt, der US-Dollar exitiert nicht mehr lange, was kommt ist der Amero und damit eine komplett neue Währung. Wann, kann nocht nicht gesagt werden, aber ich denke, spätestens im Herbst 2009 kollabiert die USA! ... wahrscheinlich schon früher!

Warten wir ab, was die EU als Rettungs- bzw. Konjunkturpaket für uns hat. Ich glaube nicht, dass es "nur" bei den 200 Milliarden bleiben wird. Es wird schon über eine Mehrwertsteuersenkung nachgedacht.

Übrigens, beobachte am Freitag die Aktienmärkte, der amerikanische Börsenastrologe Merriman hat angekündigt, dass am Freitag die Börsen explodieren ... (seine Prophezeiungen sind meist ziemlich genau!)

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Beim Löschwasser nicht sparen (derstandard.at)
EU für Mehrwertsteuersenkung gegen Rezession (derstandard.at)
Woolsworth steht vor dem Kollaps (kurier.at)
Währungsreform wahrscheinlich (mmnews.de)
Wohin geht der Dollar? (mmnews.de)


85% der Amerikaner bankrott? Hedgefonds Legende Julian Robertson auf CNBC: 85% der US Bürger sind pleite. Rezession wird 10-15 Jahre dauern. Julian Robertson, einer der erfolgreichsten Hedgefonds Manager aller Zeiten, sieht für die USA düstere Zeiten heraufziehen. Seiner Ansicht nach sind wir erst am Beginn einer Krise, die alles übertreffen wird. Es stehe die schlimmste Rezession aller Zeiten bevor. (mmnews.de)

Ist die Rally schon wieder vorbei? Für 8.500.000.000.000 (8,5 Billionen) Dollar muss der amerikanische Steuerzahler inzwischen den Kopf hinhalten in Form von effektiven Kosten oder Garantieversprechen und dennoch ist der Markt der Meinung, das reicht noch lange nicht. Allein die Abwärtsspirale in den Finanztiteln konnte abgebremst und zum Teil auch umkehrt werden. Für die Konsumaktien heisst es aber immer noch - runter gehts. (zeitenwende.ch)

Ein ganzes Land subprime - die Anleger scheinen tatsächlich zu glauben, dass die Fed die vielen wertlosen Dollar, mit denen sie derzeit um sich wirft, bei erster Gelegenheit wieder einsammelt. Nicht doch, sie wird noch mehr drucken. (spiegel.de)

Finanzkrise im antiken Rom. Als die Weltmacht in die Finanzkrise rutschte. Wie sich die Bilder gleichen: Vor zwei Jahrtausenden wurde Rom, das Zentrum der antiken Welt, von einer schweren Finanzkrise erschüttert, die an den Immobilienmärkten ihren Ausgang nahm. Die antike Supermacht reagierte mit einer drastischen Rettungsmaßnahme. (spiegel.de)


Tipp zum Bunkern:
Brotbackmischung - Brot ist eines der wichtigsten Lebensmittel. Doch die Lagerfähigkeit beschränkt sich, ausser bei wenigen Spezialsorten - auf wenige Tage. Für den Lebensmittelbunker sind einige Kilopackungen Brotbackmischungen unerlässlich - dann heisst es eben Brot selbst produzieren ...
(erhältlich in allen Supermärkten)


Wissen: Währungsreform (wikipedia.de)



Dienstag, 25. November 2008

Der Tag danach ... was passiert jetzt?

Zunächst, die Börsen haben positiv reagiert und mit kräftigem Plus geschlossen. Die Abwärtsspirale der gesamten Finanz- und Wirtschaftskrise wurde vorerst abgebremst (nein, nicht gestopt!). Dass dieses Paket nur Anlass zur Freude ist, wird wohl niemand annehmen. Natürlich gibt es vergleichbare Szenarien in der Geschichte, doch danach abzuleiten wäre ein einseitiger Fehler. Warum? Weil sich die Welt seit damals geändert hat, vor allem die Finanzmärkte, die noch immer das schwächste Glied in der Krise sind.

Amerika ist durch die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland, vornehmlich nach Südostasien ein reines Dienstleistungsland geworden. Die Produktivität ist auf ein Mindestmass gedrückt worden. Ich darf darauf aufmerksam machen, dass z.B. ein typisch amerikanisches Produkt, nämlich die Levis Blue Jean, schon längere Zeit nicht mehr in den USA produziert wird. Ja, wir tragen asiatische Jeans ... Eine der wenigen verbliebenen Industriezweige ist die Autobranche samt vielen Zulieferunternehmen. Doch wir wissen, dass diese Branche durch Versäumnisse marktgerechte Autos herzustellen, am Rande des Abgrunds stehen. Und dies nicht erst seit heuer. Chrysler z.B., hat in den 90ern einen Höhenflug gehabt, als Lee Iacocca das Unternehmen vor dem Ruin bewahrte. Seit einigen Jahren waren - trotz Fusionierung mit Daimler-Mercedes - die alten Probleme wieder akut. Heute steht Chrysler, wie General Motors auch, kurz vor dem Bankrott.

Der stärkste Wirtschaftszweig war in den vergangenen Jahren der Finanz- und Investmentsektor. Rund ein Drittel aller Investments weltweit, wurden über die USA abgewickelt. Dass in dieses System von Beginn an gewaltig überzogen war und schon damals von innen zu faulen begann, bemerkte niemand. Erst als die Immobilienblase platzte. Da war aber schon Feuer am Dach. Plötzlich wurden unglaubliche Summen bekannt, mit denen Banker operierten. Das Kartenhaus stürzte ein und die ersten Banken pleite. Nun fürchtet man sich - trotz 7,5 Bill. $ Bailout - vor dem Platzen weiterer Blasen: faule Kreditkartenforderungen, Derivate in dreistelliger Billionenhöhe, Fortsetzung der Immobilienkrise ...

Und vor allem, kann durch diesen staatlichen Eingriff das Vertrauen in die Bankenwelt bzw. unter den Banken selbst wieder hergestellt werden? Ich bezweifle es. Leider sieht es aus, als würden sich die Banken selbst sanieren, wie auch bekannt ist, teilweise fürstliche Boni und Prämien auszahlen, doch die Realwirtschaft wird weiterhin unter erschwerten Bedingungen restriktiver Kreditvergabelinien leiden. Und wenn die Realwirtschaft nicht funktioniert, dann helfen auch keine Billionen von der FED.


Weiters ist auch die akute Gefahr einer Deflation durch die enorm gesteigerte Geldmenge gegeben. Das heisst, dass viele Produkte und Dienstleistungen unter ihrem Entstehungspreis angeboten werden müssen, um den notwendigen Umsatz zu bringen. Unternehmen rutschen dadurch ins Minus. Leider kann das sher, sehr schnell gehen und dann hat sich die USA mit den eigenen Waffen geschlagen.

Abzuwarten ist, wie die anderen Staaten, die hohe Dollarbestände haben, agieren werden. Ob sie der USA unter Obama trauen werden, oder ob sie versuchen, ihre "Greenbacks" los zu werden - was den Dollar stürzen lassen würde. Doch vorerst schein Ruhe eingekehrt zu sein, vielleicht auch nur die Ruhe vor dem Sturm!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Energiekrise in Lateinamerika - Strassenkämpfe um Öl & Gas (ftd.de)
Deutsche Regierung frisiert Statistik für Arbeitslose (ftd.de)
Obamas neuer Justizminister befürwortete Zensur des Internets (infokrieg.tv)
Massiver Kaufdruck bei Edelmetallen (godmode-trader.de)


Wann protestieren wir? Seit Tagen protestieren Tausende vor dem Parlament in Reykjavik. Sie fordern den Rücktritt von Ministerpräsident Geir Haage und vom Zentralbankchef David Oddsson. Sie geben den beiden die Hauptschuld an der isländischen Finanzkrise, die den Inselstaat in den Bankrott treibt. Die Isländer haben Angst. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Auf dem Weg in unerforschte Gebiete - Ja, liebe Leser, wir sind auf dem Weg in Gebiete, in denen noch nie ein Mensch war... auf dem Weg in die Wildnis. Rund um uns ist nur unberührtes Land. Niemand ist je hier gewesen. Aber passen Sie auf, diese Unberührten sind bösartige Amazonen. In dieser wilden Region kann man vergessen, die Puppen tanzen zu lassen. Darüber, reich zu werden, sollte man noch nicht einmal nachdenken. Reichtümer? Wenn Sie welche haben, dann verstecken Sie sie. (zeitenwende.ch)

Wachovia Manager wollen 98 Millionen. Warum nicht, wenn es doch bisher immer so gut funktionierte? Pleite Manager von Wachovia wollen 98 Millionen Dollar Abfindung. (mmnews.de)

Börsen feiern Blase, Börsen feiern Citi Rettung. Tanzen die Aktienmärkte auf einem Vulkan? Finanzweltkrieg in vollem Gange! Alles in Ordnung! Weiter so! (mmnews.de)


Tipp zum Bunkern:
Tortellini (alla Carne) - sind billig und sehr lange haltbar. Sie schmecken nicht schlecht, allerdings sollte man auch eine Sauce dazu einlagern - entweder fertige Sugos oder Tomatensauce.
(erhältlich u.a. bei Merkur)


Wissen: Bailout (wikipedia.de)



Montag, 24. November 2008

Die USA verarscht uns alle!

Heute morgen, als ich die übliche Internetlektüre zu meinem Kaffee konsumierte, glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen. Da standen plötzlich Dinge, die so unglaubwürdig und irreal sind, dass ich dreimal lesen musste. Tja, es war weder ein Sehfehler, noch ein Gehirnaussetzer - es ist schlicht und einfach wahr:

Die US-Regierung rettet die Citi-Group und kauft um 20 Milliarden US-Dollar Aktien ... und garantiert für weitere 300 Milliarden .... und Obama stellt 700 Milliarden für die Konjunktur zur Verfügung!

Wer soll das bitte jemals bezahlen können? Woher kommt die Kohle? Werden einfach ein paar Milliarden Dollar zusätzlich gedruckt? Jetzt ist tatsächlich die Scheisse am Kochen ...

Im Normalfall ist das niemals wieder zurückzuzahlen, nicht einmal mehrere Generationen, die Zinsenzahlungen würden so exobitant hoch sein, dass das Kapital wahrscheinlich noch wachsen würde! Ein Volksaufstand wäre die logische Folge, ein auseinanderbrechen der USA in einzelne Bundesstaaten ebenfalls. Die verantwortlichen Politiker würden aufgehängt werden, die Banker ebenfalls (und die Manager der Autoindustrie detto). Noch ist der Mob ruhig, doch mit Sicherheit nicht mehr lange. Herrgott, die verarschen uns doch nur!

Eines ist natürlich klar, die Regierung möchte sich selbst und den Staat retten
(genau in dieser Reihenfolge)! Dass dieses Desaster allerdings nicht mehr finanzierbar ist, muss ein Plan B existieren. Und genau dieser Plan B liegt offenbar schon länger in diversen Schreibtischladen und wartet darauf, verwirklicht zu werden. Ich kann mir im Grossen und Ganzen vorstellen, wie Plan B aussieht. Wenn ich jetzt versuche dies niederzuschreiben, halten sie mich wahrscheinlich für einen realitätsfremden, vertrottelten Verschwörungstheoretiker ... hihi, wahrscheinlich in einer Reihe mit Bush, Obama, Bernake und die gesamte US-Regierung!

Also, was wäre denn der Plan B der Amerikaner? Ohne Rücksicht auf das eigene Volk wird eine Währungsreform durchgezogen, der Amero ist praktisch fix. Die gestern erwähnte Mobilmachung ist zur innerstaatlichen Beruhigung gedacht. Das faschistoide Amerika wird sich durchsetzen. Problembürger, Aufrührer, Plünderer, Andersdenkende und wahrscheinlich auch Intellektuelle werden in bereits vorbereitete Internierungslager gebracht. Der Notstand wird ausgerufen! Und zur Ablenkung wird entweder ein gigantischer Terroranschlag a la 9/11 inszeniert oder ein Krieg erklärt (Iran?). Denn durch den Patriot Act, der nach 9/11 die amerikanische Verfassung ausser Kraft setzte, ist ein derartiges Szenario möglich!

Ja, ja, jetzt werden sie mich komplett als verrückt abstempeln. So wie jene Bekannten, denen ich vor 5 Jahren von einem globalen Wirtschaftscrash erzählt habe ...

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


CitiGroup Meldungen:

Citi Group: Bankrott droht (mmnews.de)
300 Milliarden für Citi Group (mmnews.de)
Citi Group - Fass ohne Boden? (mmnews.de)
Staat gibt 300 Milliarden Garantie (focus.de)


PS: angeblich befinden sich in den Bilanzen der Citibank Derivate in der Höhe von 37 Billionen U$ (37.000.000.000.000)

Es wird immer irrer: Konjunkturprogramm. Berlin plant 500 Euro Konsum-Gutschein. Die Bundesregierung arbeitet angesichts der sich verschärfenden Konjunkturkrise an einer Aufstockung des bisherigen Wachstumspakets. Nach Informationen des Handelsblatts wird etwa über Konsum-Coupons in Höhe von 500 Euro nachgedacht. Alles in allem stehen zusätzliche Ausgaben von mehr als 15 Milliarden Euro zur Debatte. (handelsblatt.com)

Gigantische Garantien der FED in Vorbereitung. Laut einem Exklusiv-Bericht von Bloomberg sei die amerikanische Regierung bereit, dem Dominoeffekt an den Finanzmärkten mit 7400 Milliarden $ Einhalt zu gebieten. In dieser Bürgschaft eingeschlossen seien auch bereits gesprochene Beträge zugunsten von Finanzinstitutionen im Wert von 2800 Milliarden $. Die einzige bislang auch vom Kongress bewilligte Rettungsaktion TARP von 700 Milliarden $ schaut im Rückblick gerade zu niedlich aus. (zeitenwende.ch)

Kuwait zieht Geld ab. Die Staatsfonds am Golf ziehen offenbar ihr Geld aus dem Ausland ab. Kuwait ist auch an Citigroup und Daimler beteiligt. (mmnews.de)

Iran warnt Israels Partner vor Folgen eines Angriffskriegs. Der Vorsitzende des Korps der islamischen Revolutionsgarden (IRGC) hat für den Fall eines Angriffskrieges auf den Iran durch die USA und andere Verbündete Isarels Vergeltungsmaßnahmen angedroht. ... Der Iran plane, Vergeltungsmaßnahmen gegen potenzielle Aggressoren und ihre Komplizen zu ergreifen, so Press TV. Der Fernsehsender zitierte den Brigadegeneral mit folgender Aussage. "Falls Washington Tel Aviv bei einem Krieg gegen Teheran unterstützt, wird das US-Militär die eroberten Gebiete im Irak und in Afghanistan oder die Stützpunkte in Bahrain benutzen, wo die 5. US-Flotte stationiert ist“, erläuterte Hejazi die strategische Lage. (german.china.org)

Argentinien: Die Renten sind verspielt. Verstaatlichung. Das Mitte der 90er-Jahre teilweise privatisierte Rentensystem steht nach den Kursverlusten vor dem Kollaps. Nun will der Staat zehn Fonds übernehmen. (diepresse.com)
Wie schaut es mit unseren Renten aus?

Als am 10. April 1912 die Passagiere der "Titanic" in Southampton an Bord gingen, fanden sie in ihren Kabinen das folgende Schreiben vor: "Willkommen an Bord der unsinkbaren 'Titanic'. Sie haben die richtige Wahl getroffen. Dieser Luxusliner wird Sie am schnellsten und sichersten nach New York bringen. Der Wetterdienst meldet Schönwetter, Sonnenschein und ruhige See für die gesamte Dauer der Überfahrt. Eisbergen werden wir auf unserer Nordatlantik-Route zu dieser Zeit nicht begegnen. Schönen Gruß, Ihre Reederei White Star!"


Tipp zum Bunkern:
Grüner Tee - schmeckt super, hat viele Einsatzbereiche - vom heissen Getränk bis hin zu Geschmacksgeber von Saucen - ist eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt und sollte nach möglichkeit jeden Tag getrunken werden - einbunkern nicht vergessen!
(erhältlich in allen Supermärkten)


Wissen: Citi Group (wikipedia.de)



Sonntag, 23. November 2008

Hat Amerika tatsächlich Generalmobilmachung angeordnet?

Es häufen sich heute Blogs, wonach Amerika alle wehrfähigen Männer einberufen hat. Von offizieller Stelle und in den Medien ist natürlich nichts zu erfahren. Dass es allerdings ein billiger Fake ist, glaube ich nicht, denn einiges spricht dafür:

Der US-Dollar ist stark unter Druck geraten, es mehren sich die Anzeichen, dass es zu einer Währungsreform kommen wird. Es wurden auch schon die ersten Münzen der neuen Währung, dem Amero, im Internet abgebildet!

Wenn, wie heute von mir geschrieben, die "Big Three", also General Motors, Ford und Chrysler sich unter Gläubigerschutz stellen lassen, also Chapter 11 in Anspruch nehmen, kommt dies einer nationalen Katastrophe gleich: Schulden von rund einer Billion US-Dollar (1.000.000.000.000 U$) sind vorerst uneinbringlich, über 3.000.000 Arbeitsplätze werden vernichtet und der Dominoeffekt reicht von der Autozulieferindustrie, dem Handel bis hin zu den Gläubigerbanken. Tausende weitere Unternehmen müssten schliessen! ... mit noch mehr Verluste von Arbeitsplätzen.

Eine der grössten Bankenkonzerne, die CitiGroup erklärt ihren Bankrott ... mit dreistelligen Milliardenverlusten!

Oder es ist etwas im Busch, das noch nicht als akut bekannt ist! (ebenfalls denkbar)

Kurz, wenn eins (oder alle) dieser Szenarien eintreten, verlieren die amerikanischen Bürger nicht nur sehr viel Geld, sondern viele (sehr viele) auch ihre Existenz. Ein Volksaufstand wäre die logische Folge. Es scheint, als wäre die Generalmobilmachung die regierungsseitige Vorbereitung für den bevorstehenden Ausnahmezustand! Internierungslager hat die Army schon gebaut, angeblich existieren mehr als 800 im ganzen Land.

Obama bekommt einen grösseren Trümmerhaufen als er glaubt, zu retten ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht mehr viel. Ich bin nur neugierig, wann es beginnt. Lange kann es nicht mehr dauern!

God bless America!

Johannes



Hal Turner Show
WBAY
Right Soup
yourwebapps.com
politikglobal.blogspot.com
Unzensiertes



Meldet General Motors Konkurs an?

General Motors überlegt Konkurs anzumelden! Nachdem die Milliardenbeschaffungsaktion vor dem Kongress nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, gibt es wohl nur mehr die Möglichkeit einer Bankrotterklärung. Falsche Modellpolitik, aufgeblähte Administration, gewaltiger Schuldenstand und in den letzten Monaten auch ein Absatzeinbruch wie nie zuvor. Selbst wenn die Rettungsmilliarden fliessen würden, "The Big Three" (GM, Ford & Chrysler) würden wohl in wenigen Monaten wieder einige Milliarden benötigen ...

Allerdings ist das amerikanische Konkursrecht anders als bei uns. Meldet man Gläubigerschutz an, werden alle Forderungen vorerst eingefroren und das Unternehmen kann sich neu konsolidieren. Das würde bedeuten, dass es, in diesem Falle, General Motors auch wieterhin geben würde. Wahrscheinlich ist allerdings, dass einige Marken aus dem Konzern verkauft werden würden, sollte man Käufer finden - bzw. diese verloren sind (z.B. Hummer). Wird Chapter 11 angemeldet, hat der Konzern die Möglichkeit ein neues, schlankeres Management einzusetzen, veraltete Fertigungsfabriken zu schliessen, die Administration zu verkleinern und neue, marktgerechtere Modelle zu entwickeln.

In jedem Fall werden rund 3 Millionen Arbeitsplätze vorerst vernichtet. Einige werden zwar wieder geschaffen, doch sicherlich zu anderen Bedingungen. Ein Grossteil der Betriebsrenten wird verloren sein und es ist zu erwarten, dass die Bankrotterklärung von General Motors der Anstoss zu einem globalen Dominoeffekt sein kann. Chrysler und Ford werden folgen, die gesamte Zulieferindustrie ist ebenfalls extrem gefährdet. Da die Bedingungen mit den Händlern neu verhandelt werden muss, sind auch hier "Kollateralschäden" zu befürchten. Durch die extrem hohen Verluste werden auch einige Banken in Schieflage kommen. Die Aktien werden mit dem Zusatz "Q" fortan als "QGM" an der NASDAQ geführt. Ein kompletter Wertverlust bei den Aktienhaltern ist möglich, aber kurzfristig gesehen nicht wahrscheinlich. Erst dann, wenn die Restrukturierung nicht gelingt und GM abermals den Bankrott erklären muss - was durchaus möglich ist!

Grundsätzlich möchte ich aber nicht glauben können, dass die "Big Three" kurzfristig in der Lage sein werden, Autos zu bauen, die im Trend liegen - klein, wenig Verbrauch, zusätzliche, alternative Antriebskonzepte, wie Hybrid oder Brennstoffzelle. Denn die Entwicklung neuer Automobile ist extrem teuer und dauert bis zur Serienreife doch einige Jahre. So betrachtet, wird die amerikanische Autoindustrie wohl keine Rolle mehr spielen werden ...
als Erinnerung bleiben uns all die Mustangs, Hummer, Challenger, Shelbys, Town Cars mit exorbitantem Durst, unüberbietbarer Grösse und viel Pseudo-Sportlichkeit - the american way of life! (ist wohl ausgeträumt)

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

General Motors denkt an Bankrott (mmnews.de)
Sturm aufs Gold (mmnews.de)
Citibank im freien Fall (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Bau an höchstem Gebäude Europas eingestellt (focus.de)
Sind Steuern Diebstahl? (mmnews.de)

Deutscher Arbeitsminister Scholz: „Vollbeschäftigung ist möglich“ - Die Finanzkrise wütet ungebremst. Nachdem die Bankentürme wankten, trifft es nun in Deutschland auch die Industrie. Opel und BASF sind nur zwei Beispiele. In vielen Chefetagen ist von Stellenabbau die Rede. Wie schlimm wird es für den deutschen Arbeitsmarkt? Das haben wir Arbeitsminister Scholz gefagt. (faz.net) ... ACHTUNG DAS IST REALSATIRE!

Kollektive Wut, Schock und Ungewissheit prägen Island. Augenschein auf der konkursiten Atlantikinsel im hohen Norden. Die rasante Abwertung der isländischen Krone, die Verstaatlichung des Bankensektors, zweistellige Teuerungsraten, steigende Arbeitslosigkeit und eine erdrückende Schuldenlast – all das hat auf Island Konsternation ausgelöst. (nzz.ch)

Freibeuter in Somalia - Piratenleben in Saus Braus. Wenn sie nicht gerade "arbeiten", leben Somalias Piraten in Saus und Braus. Dicke Autos, rauschende Feste in üppigen Villen, die neuesten Handys und die schönsten Frauen gehören zum festen Lebensstandard der Männer, die dank ihrer Beutezüge auf dem Meer inzwischen zu den Neureichen am Horn von Afrika zählen (ftd.de)

Wenn der "Amtsschimmel" in der Firma reitet. Die Arbeitsgewohnheiten österreichischer Führungskräfte lassen sich eher mit "verwalten" statt "gestalten" umschreiben (derstandard.at)


Tipp zum Bunkern:
Sardinen in der Dose - es müssen nicht unbedingt "Nuri" sein, aber sie sind die Besten! Sardinen in Olivenöl eingelegt sind billig, proteinreich, bekömmlich, schmackhaft und sehr lange lagerfähig. Nicht ohne Grund in fast allen "Überlebenspaketen" enthalten - ein muss für jeden Lebensmittelbunker!
(erhältlich in allen Supermärkten)


Wissen: Chapter 11 Teil des amerikanischen Konkursrechtes



Freitag, 21. November 2008

Sonntäglicher Vortrag in der Grazer Tanzwirtschaft

Am Sonntag, den 30. November 2008, halte ich für Interessierte einen Vortrag in kleinem Rahmen (sozusagen einen "Krisenfrühschoppen"):

  • Warum kam es zur Finanz- & Wirtschaftskrise?
  • Was kommt jetzt?
  • Wie bereite ich mich & meine Familie vor?
  • Was bedeutet für uns das Jahr 2012?

Beginn:
11 Uhr
Dauer:
ca. 90 min
Eintritt: freiwillige Spenden
Ort: Tanzwirtschaft (Café) im Schweizerhaus am Hilmteich / Graz

JEDER IST EINGELADEN ZU KOMMEN, ZU ZUHÖREN & MITZUREDEN!

Wissen und Information ist in der jetzigen Krisenzeit sehr wichtig! Nur wer nachvollziehen kann, was sich derzeit an den Finanzmärkten und in den Zentralen der Konzerne abspielt, kann seinen eigenen Nutzen daraus ziehen. Die Krise hat erst begonnen und geht übergangslos in einen globalen Crash aller Systeme über. Das betrifft jeden, wirklich jeden.

Ich bin eigentlich betroffen, wie teilnahmslos und uninteressiert die Vorgänge an den Menschen vorbeigehen. Man sagt dem Österreicher eine gewisse Ignoranz nach. Leider ist diese gerade jetzt, wo es wichtig wäre sie nicht zu haben, zu beobachten ... eben um reagieren zu können, wenn es kracht - und krachen wird es, gewaltig krachen!

Vor einigen Tagen sprach ich mit einem Bekannten, der mir wortwörtlich sagte: "Das betrifft nur die, die in Wertpapiere investiert haben. Ich hab´ meine Lebensversicherung, meinen Bausparer, mein Sparbuch und mir geht´s gut. Ich bin nicht betroffen von der Krise!" Ich fragte weiter: "Stell dir vor, der Euro geht flöten." Vertrauensselig warf er mir vor, Pessimist und Schwarzmaler zu sein, irgendeiner Weltuntergangssekte anzugehören, denn der Euro kann gar nicht zerstört werden. Ausserdem gibt es sowieso die Staatsgarantien für sein Geld ...

Natürlich, ich bestellte ein weiteres Glas herrlich-frischen Junker
und wir redeten weiter ... über Musik, die neuesten PS-Hobeln und das beste Rezept für Martinigansl´n. Mich trifft es sehr, weil ich ihn mag und er unvorbereitet und vor allem unbedarft mit ins Debakel schlittert. Dabei hat er eine hübsche Frau, zwei Kinder und damit enorm viel Verantwortung. (... dass allerdings seine Frau auf meinen Rat hin sein Wochen Lebensmittel bunkert, weiss er nicht, der Glückliche!)

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Wann kommt die grosse Depression (heise.de)
Citi-Group zerbröselt (ftd.de)
Geheimdienste prophezeien Niedergang der USA (spiegel.de)
Russland erhöht Anteil von Gold an Währungsreserven (rian.ru)
Runder Bankrott: 20. Bank pleite (mmnews.de)
Stürzt Bernake? (mmnews.de)

Manipulation der Gold- und Silberpreise durch Banker noch weiter enthüllt. Preise werden künstlich niedrig gehalten um die Flucht aus Papier und Schulden zu bremsen. Rohstoff-Experten stimmen überein dass der Preis von Gold und Silber durch Banker und Regierungsfunktionäre manipuliert wird, um eine Massenflucht aus Papierwährungen und der auf Schulden basierenden Wirtschaft zu verhindern. Die New York Post veröffentlichte am Dienstag eine Kolumne von John Crudele, laut der es einen globalen Run auf Goldmünzen gibt und der Nachfrage von den Münzanstalten der Regierung nicht nachgekommen wird. (infokrieg.tv)

Firmen brechen die Geschäfte weg wie nie zuvor. Die deutsche Wirtschaft gerät immer stärker in den Abwärtsstrudel. Die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern schrumpften im November so stark wie noch nie. Auch die Aufträge brechen im Rekordtempo weg. Experten sprechen längst von einer "Weltrezession". (welt.de)

Steuer-Milliarden für Milliardär. Jetzt ist amtlich: Wer sich an der Börse verzockt, dem hilft die Landesbank. Voraussetzung: Die Summe muss hoch genug sein. Die LBBW, selbst in Nöten, hilft Merckle aus der Patsche. (mmnews.de)

Usbekistan legt Wintervorrat an Lebensmitteln an. Die zentralasiatische Republik Usbekistan legt angesichts der globalen Finanzkrise einen Wintervorrat an Lebensmitteln an. Das teilte ein Sprecher eines staatlichen Handelsunternehmens am Freitag in der Hauptstadt Taschkent mit. Zum 1. Januar wolle die Republik 25 000 Tonnen diverse Lebensmittel einlagern - Kartoffeln, Zwiebeln, Reis, Mehl, Pflanzenöl, Dörrobst sowie Melonen und Wassermelonen. "Diese Reserve soll zur reibungslosen Versorgung der Bevölkerung im Winter beitragen und einem Anstieg der Lebensmittelpreise vorbeugen", sagte der Sprecher. (rian.ru)


REALSATIRE I: Sarah Palin begnadigt Truthahn und gibt Interview, während im Hintergrund geschlachtet wird. Sie "begnadigt" anlässlich Thanksgiving einen Truthahn uns lässt sich danach interviewen, während sich im Hintergrund der Schlachter an die Arbeit macht ... mit Video (derstandard.at)

REALSATIRE II: Die skurrilsten EU-Förderungen - mit EU-Geldern wurde schon viel umgesetzt - nur nicht immer das, wofür sie beantragt wurden. (kurier.at)


Tipp zum Bunkern:

ZUCKER
- zum Süssen von Kaffee bis hin zu Mehlspeisen - möglicherweise sogar eines der begehrten Tauschmittel, wenn sonst nichts mehr geht. Fast unbegrenzt haltbar - auch wenn man kein Freunde dieser Süsse ist, Zucker solltest du nicht zu wenig haben - alle Variationen zählen, vom Kristallzucker bis zum Staubzucker! (erhältlich in fast allen Supermärkten)


Wissen: Steirischer Junker



Wann kommt der Mega-Domino-Day?

Die aktuellen Meldungen kommen im ViertelstundenTakt. Bis vor Kurzem waren mir Börsenkurse, wie auch die gesamte Finanzwelt fremd und Zeitungs- oder Onlineartikel darüber las ich gar nicht. Das hat sich schlagartig geändert, denn plötzlich finde ich zuzusehen, ob die diversen Börsen Schallmauern (nach unten) durchbrechen oder nicht, für wirklich spannend. Nun weiss ich auch, was alles damit zusammenhängt, ob Werte steigen oder fallen. Derzeit wollen alle raus, mit möglichst wenig Verlusten. Nur ganz wenige zocken mit gewaltigem Risiko weiter - einige davon machen auch jetzt schöne Gewinne. Doch der Gedanke, welche Werte, auch wenn dies nur Papierwerte sind, vernichtet werden, ist Wahnsinn. Der DAX kratzt an der 4.000er Schwelle, der ATX an der 1.500er Barriere und der DOW JONES fällt unter 8.000. Das sagt dir nicht viel? Macht auch nichts. Es ist nur der Spiegel unseres Wirtschaftssystems. Die Börsen sind ein ziemlich sensibles Instrumentarium, doch im Gegensatz zu den Bankern sind sie ehrlich, vielleicht sogar zu ehrlich.

Im Gegensatz zu vielen anderen konstruierten Wertpapieren sind die Aktien von Unternehmen Realwerte. Nicht irgendwelche fiktiven Buchwerte, die nur schwer nachvollziehen zu sind. Hedge Fonts sind eben solche. Bisher hochrentabel mit Renditen weit über 10% und kompliziert aufgebaut, dass selbst Experten nicht alles durchschauen. Die hohen Renditen entstehen meist durch Wetten und Leerverkäufe - ein Hazardspiel sondergleichen. Von diesen Hedge Fonds sind heuer schon viele geschlossen worden, alle mit hohen Verlusten. Mehrere grosse stehen kurz vor der Schliessung. Das bedeutet, dass wieder eine Welle gigantischer Verluste und Abschreibungen in Milliardenhöhe publik werden. Das belastet natürlich auch Realwerte, wie börsennotierte Aktien. Übrigens, einer der reichsten Deutschen, Adolf Merckle, hat bei Wetten auf fallende Kurse der VW-Aktie kürzlich Milliardenverluste geschrieben und möchte nun eine staatliche Rettung in Form von Garantien für seine Unternehmungen. Und bei einem der grössten Konzerne Amerikas, unter anderem Vizepräsident Dich Cheney´s Liebkind, der Carlyle Group, musste auch schon ein Hedge Fond wegen zu hoher Verluste geschlossen werden (handelszeitung.ch).

Die Geldvernichtung geht auch trotz immer neuer, grosser Geldmengen, die in die Märkte gepumpt werden, fröhlich weiter. Milliardenverluste sind an der Tagesordnung. Man wartet jetzt nur darauf, dass ein Gigant fällt. Einer der Giganten, von denen man bisher sagte; "To big to fail" und jetzt meint: "To big to save". Ist es General Motors und in Folge die gesamte US-Autoindustrie, ist es die Citi Group, eines der weltgrössten Finanzunternehmen ... in den nächsten Tagen werden wir es erleben. Und das wird der Anstoss zum Mega-Domino-Day sein, der alles bisherige in den Schatten stellen wird. Dabei kann es passieren, dass Währungen kollabieren.


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Tot gehedged (mmnews.de)
US-Autobauer Exitus (mmnews.de)
Was, sie haben ihr Geld noch nicht weggeworfen? (zeitenwende.ch)
USA betteln Golfstaaten um Geld an (handelsblatt.com)
Opel buhlt mit Anzeigenkampagne um Bürgschaft (spiegel.de)

Anleihen auf Gewerbeimmobilien wackeln. Den Kreditmärkten droht der nächste Schock. In der Finanzkrise setzt sich der Domino-Effekt fort. Als nächster Stein droht der Markt für Anleihen auf Gewerbeimmobilien umzufallen. Die Spezialpapiere sind mit Mieteinnahmen von Bürogebäuden, Hotels und Einkaufsmalls besichert. Diese geraten im Zuge der Rezession aber zunehmend ins Wackeln. (handelsblatt.com)

Hoffnungsschimmer nicht in Sicht. Wirtschaftskrise wird zum Flächenbrand. Bald alle Branchen betroffen (bild.de)

Wenn Giganten fallen. Man hat es kommen sehen, aber niemand wollte es hören. Die Giganten der Wirtschaft sind am fallen, ... aus und vorbei. Die, bei denen man vor einem Jahr noch jede Wette eingegangen wäre, die gehen sicher nie unter, sind bald nicht mehr da. Aber die Titanic war ja auch unsinkbar. Hier eine Liste der fallenden Giganten, die böse am Boden aufschlagen werden (alles-schallundrauch.blogspot.com)

DAX unter Druck. Stimmung an Weltbörsen kippt. Erst die Wall Street, dann Asiens Märkte - und jetzt die Börse in Frankfurt: Der Dax rutschte gleich zu Handelsbeginn ins Minus. Auch die letzten Optimisten verabschieden sich aus dem Markt
(spiegel.de)

Erst schoss er monatelang in die Höhe, jetzt fällt er ins Bodenlose: Der Ölpreis hat seine Talfahrt fortgesetzt und ist erstmals seit Mai 2005 unter die Marke von 50 Dollar gesunken. Experten machen die schlechte US-Konjunktur für den Preisrutsch verantwortlich. (spiegel.de)


Tipp zum Bunkern:
TUC Cracker - der Klassiker aller Trockenkekse. Expeditionsteams, Bergsteiger und Wanderer haben TUC in ihrem Gepäck. Lange haltbar und einfach gut ... und Kekse gehören ebenfalls in den Lebensmittelbunker!
(erhältlich in fast allen Supermärkten)


Wissen: Hedge Fonds



Donnerstag, 20. November 2008

Warum interessiert dem Mainstream die Krise nicht?

Gestern fielen die Börsenkurse wieder - der DAX unter 4.500, der ATX unter 1.700 und der DOW JONES unter 8.000. Besonders die Autowerte crashen, aber das war zu erwarten. Ich bin neugierig, ob sich die Börsen in den nächsten Tagen wieder erfangen oder ob es weiter abwärts geht. Das Vertrauen in die Finanz- und Wirtschaftsunternehmen ist jedefalls dahin. Jeder versucht nur mit möglichst wenig Verlusten heraus zu kommen. Das Damoklesschwert der desaströsen Hedge Fonds hängt noch immer über der Finanzwelt, das heisst, hier ist noch gewaltiges an Crashpotential vorhanden.
Besorgniserregende Nachrichten kommen auch aus Grossbritannien, plötzlich steht ein Beitritt zur Eurounion im Raum - nachdem das Pfund katastrophal nachgab. Es könnte aber zu spät sein! Droht der königlichen Insel das gleiche Schicksal wie Island? Auszuschliessen ist wohl nichts mehr ...

Ich war gestern auf ein Glas Junker (der neue, frisch-fruchtige Wein aus der Steiermark - Jahrgang 2008) und hörte ein Gespräch zweier Gäste an der Bar. Der eine war Polizist, der andere ist Geschäftsführer einer grossen Sportartikelkette. Sie beschwerten sich über die Schwarzmaler, denn eigentlich geht es uns ja sehr gut. Dass die Umsätze sinken, sei nicht katastrophal, denn es kann nicht immer nur Steigerungen geben. Nächstes Jahr wird wieder besser, wenn die Zeitungen endlich aufhören, die Krise herbei zu reden. Das betrifft sowieso nur Zocker an der Börse ... es ist erschreckend, wie viele Menschen die Krise, die sich zu einem gewaltigen Crash entwickelt, als lästiges, fast banales Ereignis abtun und nichts davon wissen wollen. Es sind jene, die dann, wenn es in die heisse Phase geht, sich wiederum beschweren, warum sie niemand gewarnt hat. Und genau das wird für viele ein Problem. Trotz offensichtlichen Untergang der Systeme, wollen sie nichts davon wissen und finden es sogar als Belästigung. Nach dem Motto: Was soll passieren, uns geht es ja gut!

Dies hat aber auch Gründe. Zum einen möchte man den Wohlstand nicht missen und kann sich auch kaum vorstellen, plötzlich nicht mehr einkaufen gehen zu können, die angesparte Pension ersatzlos zu verlieren und keine Arbeit mehr zu haben. Zum anderen wird mit Begriffen jongliert, mit denen viele nicht kennen: Derivate, Hedge Fonds, Refinanzierungen, Call und Put Optionen ... und man kann sich kaum vorstellen, wie viel Geld 1 Milliarde eigentlich wirklich ist!
Eine Milliarde €uro sind 1.000 Millionen €uro und eine Zahl mit 9 Nullen (1.000.000.000), das entspricht ungefähr 40.000 Mittelklasseautos oder 6.500 Einfamilienhäuser, oder über 27 Jahre jeden Tag über 100.000 €uro ausgeben zu können. Ja, das übersteigt unsere Vorstellungskraft, wenn es heisst, General Motors hat 475 Milliarden U$ Schulden und würde im Falle eines Konkurses über 3 Millionen Arbeitsplätze allein in den USA vernichten. 475 Milliarden U$ entspricht 19.000.000 Mittelklasseautos oder über 3.000.000 Einfamilienhäuser oder fast 13.000 Jahre täglich über 100.000 U$ ausgeben zu können ... Tja, unfassbar, unvorstellbar ... Prost!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Wie Island in der Krise lebt - die Party ist vorbei (orf.at)
Geht England unter? Flucht in den Euro? (mmnews.de)
Citigroup durch? (mmnews.de)
Die nächste Monsterwelle rollt! (handelsblatt.com)
Washington steigt bei 21 weiteren Banken ein (derstandard.at)

Dow Jones rutscht unter 8000 Punkte. Die Autobranche in der Krise, die Börsen auf Talfahrt: Der Dow-Jones-Index ist um gut fünf Prozent gefallen und schließt auf dem tiefsten Stand seit der Irak-Invasion im März 2003. Die US-Notenbank prophezeit weiter Düsteres - und verstärkt damit die Angst vor dem Kollaps. (spiegel.de)

Bayerische Landesbank. Die Kleinsparer. Sie wollten bei den ganz Großen mitspielen, eine eigene Bank haben, fette Gewinne einstreichen und im Kasino gut speisen. Das ging krachend schief. Die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Bayerischen Landesbank. (stern.de)

Jetzt kommt die Pleitewelle mit Kreditkarten. Die US-Wirtschaft hat die Folgen der Immobilienkrise noch nicht richtig verarbeitet, da kommt die nächste Hiobsbotschaft: Die Bank of America warnt vor riesigen Verlusten im Kreditkartengeschäft. Millionen Privatkunden haben hohe Schulden. Und können sie immer seltener zurückzahlen. (welt.de)

"Wir stellen uns auf harte Zeiten ein": Die Konjunkturkrise erfasst den weltgrössten Chemiekonzern BASF. 80 Anlagen müssen zeitweise schließen, hundert die Produktion drosseln - betroffen sind weltweit 20.000 Beschäftigte, davon 5000 in Ludwigshafen. Die Aktie des Konzerns stürzt ab. (spiegel.de)


Tipp zum Bunkern:
Erbswurst von Knorr - ist eines der ältesten industriell hergestellten Fertiggerichte. In Wasser aufgekocht, kann aus ihr in kurzer Zeit eine sämige Erbsensuppe hergestellt werden. Dazu werden die Portionsstücke zerdrückt, in kaltem Wasser aufgelöst und einige Minuten gekocht. Fast unbegrenzt haltbar, einfach zu kochen, schmackhaft und hoher Nährwert!
(erhältlich in fast allen Supermärkten)


Wissen: Aktienindex (DAX - ATX - DOW JONES - NIKKEI)