Montag, 1. Dezember 2008

Wie geht es jetzt weiter?

Ich werde zur Zeit sehr oft gefragt: "Wie geht es weiter?" Einige glauben, das war es schon, andere vermuten es kommt noch viel schlimmer. Weder ich, noch irgendwer anderer kann derzeit seriöser Weise sagen, wie es weiter geht. Vor allem, weil die meisten Prophezeihungen nicht eingetroffen sind - besonders jene der Experten ...

Kollabiert der US-Dollar? Trägt der Monster-Billionen-Bailout zur Beruhigung oder zur Beschleunigung bei? Wie lange kann sich der Euro noch halten? Welche Blase platzt als nächste? Wieviel Leichen liegen in den Kellern der Banken noch verheimlicht herum? Wie reagiert die Politik? Wie agiert Russland? Wie agiert China? Können diese Staaten überhaupt mit dieser "kapitalistischen Krise" umgehen? Was passiert in Osteuropa? ... Fragen über Fragen, zu denen es nur unvollständige Antworten gibt. Was jedenfalls beeindruckt, ist die Geschwindigkeit der "Bergab-Fahrt". Viele werden urplötzlich aus ihren ruhigen Alltag gestossen und mit der Krise, die sich immer mehr in Richtung Zusammenbruch ausdehnt, konfrontiert. Niemand weiss so recht, wie er sich verhalten soll. Denn, Rezepte gibt es keine mehr, höchstens für eine Erkältung. Die Krise hat allerdings schon schwere Lungenentzündung und steht tatsächlich vor dem Exitus.

Du, genauso wie ich, sind die kleinsten Räder in diesem globalen Werkl. Wir sind jene, die - metapherhaft - am offenen Meer treiben und uns an Treibgut festhalten. Gut, die Hoffnung besteht, dass wir nicht absaufen, doch sie ist sehr gering. Schon der nächste Wind, es braucht nicht einmal ein Sturm sein, erwischt es uns. Wir wissen nicht in welche Richtung wir treiben, wir hoffen nur, irgendwann wieder Land unter unsere Füsse zu bekommen. Doch vorerst ist kein Land in Sicht - und ich vermute, das wird noch länger dauern und der nächste Sturm kommt bestimmt. Einige werden absaufen, einige nicht ...

Allerdings können wir was tun! Ob es tatsächlich viel bringen wird, ist allerdings fraglich, doch man soll nichts unversucht lassen. Kauft Waren aus unserem Land, stärkt die eigene Wirtschaft - quasi steirische Äpfel statt mittelamerikanischer Bananen. Wenn unsere Unternehmen und Bauern gestärkt werden, kann das vielleicht den Aufprall ein wenig mildern. Die Zukunft sieht verdammt beschissen aus. Doch irgendwie muss es weitergehen und deswegen ist mir die heimische Wirtschaft bei weitem lieber, als irgendein Plantagenbaron in Costa Rica! ... und wenn nur ein paar Prozenterl weniger entlassen werden, ist das ein Erfolg!

Ich jedenfalls, versuche es!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:

Japan droht neue Deflationsdesaster (ftd.de)
Euro Notaufnahme (mmnews.de)
In China gehts bergab (mmnews.de)
Eurozone: Industrie blickt in den Abgrund (handelsblatt.com)
Der Countdown läuft (zeitenwende.ch)


Polizei verordnet Flip Flops - Betrunken soll frau nur mehr in flachen Schuhen sein dürfen - Laut Polizei bergen Stöckelschuhe zu hohe Verletzungsgefahr für Nachtschwärmerinnen (diestandard.at) *lol*

Deutscher Einzelhandelsumsatz sinkt im Oktober unerwartet. Der deutsche Einzelhandel hat im Oktober saison- und kalenderbereinigt real 1,6% weniger umgesetzt als Vormonat. Ökonomen hatten dagegen einen Zuwachs um 0,5% erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag auf Grundlage erster vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilte, wurde gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von real 1,5% verzeichnet. (faz.net) ... unerwartet???

Der Ernst der Lage. In Finanzkreisen wurde am Wochenende darauf hingewiesen, wie prekär die wirtschaftliche Lage der zweitgrößten deutschen Landesbank geworden sei. Es drohten ohne die Stützungsmaßnahmen nicht nur eine Unterkapitalisierung, sondern auch „größere Liquiditätsschwierigkeiten“, sagte ein an den Verhandlungen Beteiligter der F.A.Z. Der Ernst der Lage ist von der Landesregierung offenbar lange unterschätzt worden. „Erst in den vergangenen Tagen ist ein wahnsinniger Zeitdruck aufgebaut worden“, hieß es. Die Bayern LB ist gemessen an der Bilanzsumme die Nummer sieben unter den deutschen Banken. Ihr Zusammenbruch würde deshalb das gesamte deutsche Banksystem erschüttern. (faz.net)

Tipp zum Bunkern:
Bohnen & andere Hülsenfrüchte - egal ob als Trockenprodukt oder in Dosen, Hülsenfrüchte sind lange lagerfähig und in jedem Lebensmittelbunker eines der wichtigsten Produkte. So wie andere Hülsenfrüchte auch: Kicherbsen, Linsen, grüne Erbsen, etc. Es gibt viele Länder, in denen Bohnen das Hauptnahrungsmittel sind. Als Eintopf, Hauptspeise, Pürree, Suppe - Hülsenfrüchte sind vielseitig einsetzbar, leicht herzurichten und äusserst nahrhaft, mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen ...
(erhältlich im Lebensmittelfachhandel)



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