Montag, 22. Dezember 2008

Kreditkrise löst Finanzkrise ab

Auch dieses Wochenende - angesichts des Konsumrausches am letzten Einkaufssamstag - die fast schon übliche Bemerkung: "Wos host, des is in Amerika, des betrifft uns jo goa net! Uns geht´s guad, schau au, wia de Leit ei´kauf´n!"

Die Finanzkrise war gestern, heute ist das grosse Problem die Kreditkrise ... und bald kommt der Zusammenbruch der Wirtschaft. Die Kreditkrise wiegt viel schwerer als die Krise im globalen Finanzapparat. Grossartige Rettungspakete in fast allen Staaten sollten die Banken liquid halten. Wie jetzt bekannt wurde, haben viele Manager in Finanzinstituten trotzdem sie Milliarden verzockt haben, Boni und Prämien in unverschämten Höhen ausbezahlt bekommen. Oft wurde erst dann die staatliche Hilfe in Anspruch genommen. Nach dem Credo: es Steuerzahler kommt eh für alles auf! Wäre ja noch irgendwie verkraftbar, doch die Mittel aus den Rettungspaketen verwenden die Banken nicht dazu, das Kreditgeschäft wieder zum Laufen zu bringen und so die Wirtschaft am Leben zu erhalten, sondern fast ausschliesslich um die Eigenkapitalquote zu erhöhen! Derweil krepiert das Unternehmertum. Kaum mehr ein grösseres Projekt, das nicht mangels Finanzierungsmöglichkeit eingestellt wird!

Die Chuzpe bei der Sache, die breite Masse bemerkt die Probleme erst dann, wenn es zu spät ist. Dann wenn die Waren im Baumarkt, im Supermarkt und im Bekleidungsmarkt immer weniger werden. Doch zu diesem Zeitpunkt liegt die Wirtschaft bereits im Koma! Der Handel, die Logistik und natürlich auch die Produktion sind zusammengebrochen ... warum hat man uns früher nichts gesagt?

Morgen ist Weihnachten, der Heilige Abend. Traditionell für den Handel die beste Zeit des Jahres. Ohne Weihnachtsgeschäft würden viele nicht überleben! Hat man vielleicht deshalb versucht, möglichst dieses noch unter Dach und Fach zu bekommen? Noch schnell viel Geld ausgeben? Noch schnell Steuern lukrieren? ... bevor es zu spät ist? Das Aufwachen aus diesem Konsumrausch wird brutal! Geniessen wir diese Weihnachten trotzdem bei Geschenken und Völlerei, sie werden mit Sicherheit die letzten in dieser Art sein! Das sollte uns schön langsam klar werden.


Denn die Kreditkrise wird im Gegensatz zur "nur" Finanzkrise den Fall ins Bodenlose beschleunigen, so als würde man den Nachbrenner zünden. Ab Jänner, wenn die Luft draussen und das Weihnachtsgeschäft gelaufen ist, geht es los. Ihr werdet beobachten können, wie ein Unternehmen nach dem anderen zusperren wird, egal wie gross es ist ... und Tausende Arbeitsplätze vernichtet werden. Es wird zu Geldentwertungen ungeahnten Ausmasses kommen und JEDER von uns wird betroffen sein.

Die Zeit ist verdammt knapp! Wer noch nicht vorgesorgt hat, sollte das wirklich schleunigst nachholen!


...
uninformiert und ignorant zu sein, kann bald fatale Auswirkungen haben!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:


Schwarzenegger schickt Beamte in die Ferien (bernerzeitung.ch)
Milliarden-Hilfe für Irlands Top-Banken (
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AIG soll vor $30 Mrd-Abschreibung stehen (yahoo.com)
Banken zahlten vor Canossagang Milliarden-Prämien (wirtschaftsblatt.at)



Bereiten Sie sich auf die ganz große Krise vor. 40 Mrd. Euro für die deutsche Konjunktur, 850 Mrd. Dollar für die amerikanische, vorher noch mal eben ein zweistelliger Milliardenbetrag zur Rettung von General Motors und Chrysler, Milliardenverluste von Anlegern durch den Madoff-Betrug - kann überhaupt noch jemand etwas mit diesen Zahlen anfangen? Ich habe da meine Zweifel, zumal die Finanzkrise schon längst zu einem Billionen-Drama geworden ist, sodass die vielen Milliarden sich wie ein Restposten ausnehmen. Vor allem bin ich sicher, dass die verantwortlichen Politiker, Zentralbanker und Aufsichtsbehörden, die üblichen Banker sowieso, bereits vollständig den Überblick verloren haben. Insofern ist das Milliardenspiel eher von psychologischem Interesse. (goldseiten.de)

Milliarden-Transfers auf die Konten der Reichsten - Verwendungszweck: Luxus und Spekulation. Milliarden an Steuergeldern flossen aus dem öffentlichen Sektor ab, auf die Konten von nur 10 Prozent der Deutschen, der Reichsten im Lande. (linkszeitung.de)

Madoff-Skandal: Betrugs-Opfer greifen Bank Austria an. Gemeinsam mit der Fondsgesellschaft Pioneer soll die Bank Gelder ihrer Kunden gegen deren Wissen bei Bernard Madoff angelegt haben. Die Geschädigten fürchten den Totalausfall und erwägen Schadenersatzklagen. (diepresse.com)

Linke Geschäfte in Italien. Das Land steht vor dem womöglich größten Korruptionsskandal seit 16 Jahren. Staatsanwälte ermitteln überall gegen linke Politiker. Die Opposition droht nun in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen. (ftd.de)

Silicon Valley macht Zwangsurlaub. Schatten über der Region in Kalifornien: Die großen IT-Konzerne reagieren mit Betriebsferien und vorübergehenden Werksschließungen auf den Abschwung. Der Grund: Auch der erfolgsverwöhnten Branche bricht die Nachfrage weg. (ftd.de)

Noch einmal Luft holen - und dann sterben? Mit 15 Milliarden Dollar will die US-Politik die Autobauer vor dem Kollaps bewahren. Ein als "Auto-Zar" bezeichneter Kontrolleur soll die Sanierung überwachen. Das Geld reicht aber wohl nur bis zum Frühjahr - dann droht der Branche nach Ansicht von Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman das endgültige Aus. (manager-magazin.de)

Beim Barte des Propheten. Schluss mit Horrorszenarien, fordert der Präsident des deutschen Instituts für Wirtschaftförderung Klaus Zimmermann. Der Forscher befürchtet sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Die Vergangenheit aber beweist uns das Gegenteil. Die viel zu optimistischen Prognosen vor einem Jahr haben den Kollaps nicht verhindert. (zeitenwende.ch)




Tipp zum Bunkern:
Gewürze & Küchenkräuter - brauche ich wohl nicht näher erklären, wer kocht, weiss, dass man auch Gewürze und Kräuter benötigt um geschmackvolles auf den Tisch zu bekommen - die Grundgewürze sollten in ausreichender Menge vorhanden sein! Salz, Pfeffer, Majoran, Oregano, Thymian, Paprikapulver, Kümmel, Chillies, etc. (Erhältlich in allen Supermärkten und auf Märkten)




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