Samstag, 13. Dezember 2008

Börsen weltweit im Minus, die Wall Street im Plus - Manipulation?

Nachdem die US-Regierung das Scheitern der Milliardenhilfe für die Autoindustrie durch den Senat bekannt gegeben hat, hätte man eigentlich erwartet, dass es, zumindest an der Wall Street, zu massiven Kurseinbrüchen kommen würde. Irgendwie hat es der Dow Jones geschafft von einem leichten Minus ins Plus zu kommen und schloss mit 0,75% positiv ab. Der DAX, ATX und Nikkei bleiben im Minus. Da muss irgendwer schwer manipuliert haben, denn sonst ist bei derartigen Nachrichten ein Kurssturz die Folge. Vor allem wenn man bedenkt, dass die "Big Three" auch mit Milliardenhilfe kaum zu retten sind. Und damit ist auch die Zulieferindustrie extrem gefährdet (... und natürlich auch die finanzierenden Banken).

Dazu kommt, dass der grösste Börsenbetrug der Geschichte bekannt wurde. Der ehemalige Chef der NASDAQ und Hedge Fond-Guru Bernard Madoff hat Anleger um 50 Milliarden US-Dollar betrogen. Schon durch diese Nachricht und den damit verbundenen (weiteren) Vertrauensverlust in Trader & Broker müsste der Dow Jones einiges nachgeben. Bei diesem Milliardenbetrug ist die Bank Austria mit ihrer Tochter Bankhaus Medici massiv betroffen.

Warum schafft der Dow Jones es trotzdem im Plus zu bleiben? Neben diesen beiden Schocknachrichten wurden im November bereits über 500.000 Arbeitsplätze vernichtet, Hedge Fonds werden geschlossen, der Konsum bricht dramatisch ein und doch kein grösserer Kurssturz? Greift die FED oder die Regierung in den Aktienhandel ein um die Kurse zu beschönigen? Das Vertrauen in die US-Finanzwelt und in die US-Wirtschaft ist nicht mehr vorhanden. Selbst Milliarden- oder Billionen Bailouts können den Bankrott der gesamten Wirtschaft nicht verhindern (nur hinauszögern!). Oder sind ausländische Kräfte am Werk, die Interesse haben, dass die USA sich noch bis zum Amtsantritt von Barack Obama über Wasser hält. Sicher, jene Länder wie China und Japan verfügen über grosse Dollarreserven und haben damit auch die Möglichkeit die USA zu stützen. Doch wenn der Finanzminister dieses Landes auf Betteltour ist und für sein Land Kredite schnorrt, weil Bundesanleihen niemand mehr kaufen möchte, ist sowieso schon Feuer am Dach. Und unter Barack Obama wird sich nicht viel ändern - ausser dass noch mehr Dollar gedruckt und noch mehr Schulden gemacht werden.

Oder ist es das letzte Aufbäumen, vielleicht mit einem gewaltigen Kraftakt das Ruder doch noch herumreissen zu können. Oder der Beginn der üblichen Jahresendrallye an den Börsen ... wir werden es in einigen Tagen wissen, wobei ich denke, dass es nicht mehr lange möglich ist zu manipulieren! Achten sie auf den Goldpreis, sobald dieser über 1.000 U$ p. Uz. geht, bricht das Kartenhaus zusammen. Auch der Goldpreis wird manipulativ gedrückt und hat mit der eigentlichen Regelung des freien Marktes nichts mehr zu tun. Denn die Nachfrage nach Gold ist enorm und der Preis müsste steigen und nicht weitgehend stagnieren. Obwohl es der Goldpreis in den letzten Tagen immer wieder geschafft hat, die 800er Grenze zu durchbrechen ...

Die nächste Woche wird mit Sicherheit sehr spannend, auch wenn (Noch)Präsident Bush der Autoindustrie zugesagt hat, Geld aus dem 700 Milliarden Bankenrettungspaket locker zu machen.

... bleib informiert!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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Die nächsten Herausforderungen der Krise. 10 Punkte, denen wir uns in den nächsten drei bis sechs Monaten stellen müssen. (berninger.de)



Tipp zum Bunkern:
Honig - als Süssungsmittel oder Brotaufstrich. Honig ist sehr, sehr lange lagerfähig, hat hohe Süsskraft und ist vielseitig einsetzbar. Aber Vorsicht, es soll nur echter Bienenhonig eingekauft werden, möglichst aus Österreich (der Qualität wegen) und keinesfalls Kunsthonig. Zum Einlagern eignen sich alle Honigspielarten, von Wabenhonig bis zu speziellen Blütenhonig. Kristallisiert Honig aus, wird er einfach erwärmt (keinesfalls gekocht) und er erhält seine ursprüngliche Konsistenz zurück (Erhältlich in allen Supermärkten, Reformhäusern, auf Bauernmärkten und im Lebensmittelfachhandel)




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