Sonntag, 30. November 2008

Krisenvorsorge: der Lebensmittelbunker ...

Als erstes stellt sich wohl die Frage, für welche Art von Krise vorgesorgt werden muss, wie schwerwiegend sie werden wird und wie lange sie andauern wird, bis sich das Leben wieder halbwegs normalisiert.

Leider kann derzeit niemand diese Punkte halbwegs beantworten, da der Verlauf, die Schwere und die Dauer von vielen Faktoren abhängig ist. Aber gehen sie vorerst einmal von der schwersten Krise aller Zeiten aus – mit Hungersnot, Aufstand und möglicher Weise mit Krieg (auch in unsern Breiten). Sollte es tatsächlich nur bei einer etwas erschwerten Wirtschafts- & Fnanzkrise bleiben, haben wir nicht nur sehr viel Glück gehabt, diese wird auch relativ kurz andauern – gehen wir von ein bis zwei jahren aus.

Doch wie wir uns vorstellen können, wie Menschen reagieren bzw. agieren, wenn man ihnen alles, wirklich alles genommen hat (... und davon gehe ich aus!), die Ersparnisse, die Pension, den Arbeitsplatz, etc., dann wissen wir, was uns mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten wird: Geldentwertung, Zwangsenteignungen, Arbeitslosigkeit, Versorgungsprobleme, Aufstände, Revolten und Plünderungen. Ob es dann, quasi als „das Schlagobers“ dazu, auch Krieg geben wird, kann sein, muss aber nicht sein. Ausschliessen kann man zur Zeit nichts ...

Grundsätzlich sollte man versuchen für mindestens drei Monate, besser für ein halbes Jahr, autark zu sein. Das heisst, sich ohne „aussen“ selbst versorgen zu können. Natürlich hat jeder enorme Vorteile, der einen Bauernhof oder ein Haus mit Garten hat. Das notwendige Gemüse kann angebaut werden, Kleinvieh wie Hühner oder Hasen gezüchtet werden. Damit hat man sich einen enormen Vorteil verschafft. Sollten diese Gegebenheiten nicht zutreffen, wäre ein feuchter, dunkler Erdkeller von Vorteil, in dem Erdäpfel, Zwiebel, Sauerkraut, Kohl, etc. gelagert werden können, ebenso lagerfähiges Obst, wie Äpfel.

Hat jemand, so wie ich auch, nur eine Wohnung zum Bunkern zur Verfügung, sollten die folgenden Lebensmittel- und Genussmittel möglichst kühl und dunkel eingelagert werden. Als Berechnung kann man als reduzierte eineinhalb Tagesmahlzeiten (mittags und abends) rund 1800 – 2500 Kalorien einkalkulieren ... plus Getränke. 1800 Kalorien sind die untere Grenze eines erwachsenen Menschen und könnten über einen längeren Zeitraum genügen, kurzzeitig kann dieser Wert auch unterschritten werden.

Einlagern werden wir natürlich nur lange langerfähige Lebensmittel in Form von Grundnahrungsmittel (zum Verarbeiten), Tockennahrungsmittel (Nudeln, etc), Fertignahrungsmittel (Suppen, Saucen, etc.) und Konserven (Fleisch- und Fischkonserven, etc.). Ich nehme meinen Lebensmittelbunker als Muster:

  • Nudeln in jeder Form, am besten ohne Ei
  • Haferflocken, Mehl, Polenta, Reis, Zucker, Honig
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen, Linsen
  • Trockensoja, Miso
  • Knäckebrot und fertige Brotbackmischungen
  • Öl, Essig
  • Fertigsugo, Instantsaucenwürfel, Paradeispürree, Paradeismark
  • Fisch-, Fleisch- & Wurstkonserven
  • Konserven mit Fertigsuppen & -gerichten
  • abgepacktes Sauerkraut
  • Trockensuppen, Suppenwürfel, Suppengrün, Suppennudeln
  • Gewürze, Trockenzwiebel
  • Kekse, Schokolade, Traubenzucker
  • Trockenfrüchte, Müsliriegel
  • Kaffee, Löskaffee, Tee, grüner Tee, Zucker, Kaffeeweisser, Milchpulver, Kakao
  • Saftsirupe, haltbare Fruchtsäfte, Schnaps, Wein & Bier, Mineral
  • Toiletteartikel, von Zahnpaste, Klopapier, Seife über Waschmittel, Hirschhornseife bis hin zu Tampons, Binden, etc.
  • Kerzen, Teelichter, Ersatzglühlampen, Batterien, funktionierende Taschenlampen können sehr hilfreich sein!


Gehen sie davon aus, dass in Krisenzeiten nicht immer Strom zur Verfügung stehen wird, also lagern sie Lebensmittel, die auch roh verzehrbar sind! Brot mit Fleischkonserve, etc.


Erzählen sie niemanden davon, denn sonst stehen all jene da, die nicht vorgesorgt haben!

Wechseln sie ihre Ersparnisse in Gold- und Silbermünzen um, möglichst viel in kleine Werte (zehntel Unze, achtel Unze, viertel Unze) – Gold und Silber wird Zahlungsmittel!

Schauen sie, dass sie immer einen ausreichenden €urobetrag im Haus haben, denn die Karten (Bankomat-, Kreditkarten) versagen als erste, gleichzeitig kann man auch physisch kein Geld mehr abheben.

Versorgen sie sich mit den notwendigen Medikamenten – eine erste Hilfe Grundausrüstung sollte in jedem Fall vorhanden sein!

Werkzeug, inklusive Klebeband und Plastikplanen sollte auch vorhanden sein!

Lassen sie sich möglichst ihre Zähne noch machen (sollte dies notwendig sein!)

und wenn es soweit ist, bleiben sie möglichst im Haus!


Links im Internet:

wer braucht was an Nährstoffen: http://www.novamex.de/intro/intro5.html

Vorsorgeplan von Michael Winkler: http://www.michaelwinkler.de/Vorsorgeplan.pdf



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





Meldungen:

Die Evolution mag keine Globalisierung (mmnews.de)
Island will €uro (mmnews.de)
Japan reloaded (zeitenwende.ch)
Der Untergang der Weltmacht USA (hintergrund.de)
Finanzkrise bedroht die Mutter aller Heuschrecken (welt.de)
Zweitgrösste Immobilienpleite Spaniens (nzz.ch)
Russlands Wirtschaftstraum ist geplatzt (welt.de)


Londons feine Lagen in Not. Der feine Londoner Stadtteil Mayfair steht für Zurückhaltung und dezenten Reichtum. Mittlerweile wütet aber auch dort die Immobilienkrise. Experten sind sich einig, dass die exorbitanten Mietpreise im edlen Westend der britischen Hauptstadt durch die Finanzkrise wieder auf ein realistisches Maß zurückgestutzt werden. (handelsblatt.com)

Goldfabrik läuft auf Hochtouren. Wegen der Finanzmarktkrise setzen viele Anleger auf Goldbarren. Das hat Folgen für die Schweizer Goldraffinerien. Bei der Tessiner Argor-Heraeus werden Überstunden geleistet, um die Nachfrage nach den Barren stillen zu können. (tagblatt.ch)

Der Staat als Zuhälter. Berlusconi erhebt Pornosteuer: Steuer auf "nicht simulierte" Sexszenen. Auch Theater und Literatur von Steuer betroffen. Die italienische Regierung von Premier Silvio Berlusconi hat am Freitag ein Anti-Krisen-Paket zur Unterstützung von Familien und Unternehmen verabschiedet. Im Artikel 31 des Pakets findet sich allerdings eine Maßnahme, die thematisch so gar nicht hineinpassen will: eine Pornosteuer in Höhe von 25 Prozent. Der Umsatz der einschlägigen Industrie in Italien wird auf eine Milliarde Euro geschätzt - macht also 250 Millionen Euro zusätzlich für den Finanzminister, wie das ORF-Büro in Rom berichtet. (orf.at) *lol*

Tipp zum Bunkern:
Suppen- & Bratensaftwürfel - entweder warme Suppe mit Nudeln oder Nudeln mit Saft. Wer kann dem, auch ausserhalb von Krisenzeiten wiederstehen? Wussten Sie, dass Kinder in Restaurants am liebsten Nudeln mit Saft bestellen? Sollte zu Nudeln eingelagert werden - zumindest kann man sich den Braten dazu vorstellen ...
(erhältlich im Lebensmittelfachhandel)


1 Kommentar:

Finanzkrise 2010 hat gesagt…

Eine wichtige Ergänzung für den Lebensmittelbunker sind Kräutertees, wie etwa Spitzwegerich Tee, Kamillentee oder Pfefferminztee. Diesen gibt es bereits fertig abgepackt für wenige Cent im Supermarkt. Zusätzlich in Folientüten verpackt, hält dieser auch mehrere Jahre. Bei Erkältungen und beginnenden Erkrankungen von Magen und Darm, wirken diese Tees sehr gut. Zudem sind sie ein gutes Heißgetränk, wenn es kalt ist.

Eine gute Zusammenfasssung zur Krisenvorsorge mit einfachen Mitteln aus der Natur gibt es bei Krisenvorsorge aus der Natur